Nachrichten

Neues EU Gesetz zum aufblasen von Ballone 

Nun nimmt sich Brüssel auch die Kinder zur Brust, was in Grossbritannien zu Kritik geführt hat. Dort tritt in Kürze ein auf der EU-Sicherheitsverordnung basierendes Gsetze in Kraft, das den Verkauf von Luftballons wegen möglicher Erstickungsgefahr reglementiert. Das Gesetz verpflichtet die Hersteller ihre Luftballons nur noch mit einem Warnhinweis zu verkaufen. Kinder unter acht Jahren sollten Luftballons nur unter Aufsicht der Eltern aufblasen, heisst es darauf. Grund: Es droht Erstickungsgefahr. weiterlesen

Schnüffelstaat: Schweiz

Geht es nach dem Willen von Justizministerin Simonetta Sommaruga, gibt es für staatliche Ermittler im Internet bald keine technischen Schranken mehr: Mit einer Revision der Verordnung über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (VÜPF) will sie erreichen, dass Telecom- und Internetprovider künftig im Auftrag des Bundes nicht nur Telefone abhören, E-Mails abfangen oder Internetadressen überprüfen können. Weiterlesen

Energiesparlampen: Wie giftig sind sie?

Energiesparlampen können bei Betrieb giftige Stoffe abgeben. Das haben Recherchen von Markt ergeben. Eine Untersuchung von Energiesparlampen hat gezeigt, dass eingeschaltete Lampen Dämpfe freisetzen, die im Verdacht stehen, krebserzeugend zu sein. Schon länger war bekannt, dass Energiesparlampen Quecksilber enthalten. Dies wird aber nur freigesetzt, wenn Lampen zerbrechen.

Experte: "Lampen gasen krebserzeugende Substanzen aus"

Markt hat in einer Stichprobe Energiesparlampen unterschiedlicher Hersteller in einem zertifizierten Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis: Alle enthalten deutlich messbare Mengen an Phenol, einem Stoff, der im Verdacht steht, krebserzeugend zu sein. Und nicht nur das: In den getesteten Energiesparlampen steckt ein ganzer Cocktail an giftigen Stoffen. 

Der vereidigte Sachverständige für Innenraumschadstoffe, Peter Braun, bestätigte Markt, dass diese Stoffe die Raumluft belasten können: "Besonders bedenklich ist, dass alle untersuchten Lampen im Betrieb krebserzeugende Substanzen ausgasen, und das gilt ausgerechnet für die Stoffe, die wir in den höchsten Konzentrationen gefunden haben. Ich war überrascht von den Ergebnissen"

Einem aufmerksamen Markt-Zuschauer fiel ein merkwürdiger Geruch an seinen Energiesparlampen auf. Jörg Hilbert hat recherchiert und war von den Ergebnissen überrascht.mehr

Reaktionen der Hersteller

Ein Hersteller hat auf die Recherchen von Markt bereits reagiert und angekündigt, "den Einbringungsweg der genannten Stoffe zurückzuverfolgen." Weiterhin gab er an, die Stoffe könnten "aus Klebstoffen und Einzelkomponenten der Lampe stammen".

Ein anderer Hersteller teilte Markt mit, "dass weder die Art der Substanzen noch ihre Konzentration die festgelegten Grenzwerte überschreitet". Dazu der Sachverständige Peter Braun: "Gerade für solche krebserzeugenden Substanzen gilt aber das Minimierungsgebot, sie sollten also möglichst vollständig aus der Umgebung des Menschen verschwinden. Grund dafür ist, dass auch geringste Mengen dieser Stoffe das Risiko erhöhen können, an Krebs zu erkranken."

Video: Wie giftig sind die neuen Sparlampen (Quelle: Ndr)

USA: physische Vergeltungsschläge auf Cyber Attacken geplant

In nächster Zukunft planen die USA auf Cyber Attacken handfeste Vergeltungsschläge. Ziele dürften Computer sein, von welchen die Cyber Attacken ausgehen. Ob damit auch ausländische Orte angegriffen werden, ist noch unklar,- auszuschließen ist das aber nicht. Was für Konsequenzen das auf den Weltfrieden haben könnte, ebenfalls nicht. Angenommen der Fall, dass einige Kid`s in China auf die Idee kommen, die Home Page des Pentagon zu stören, und die Herren dieses Club das als ernstzunehmenden Angriff auslegen,- gute Nacht. 

Ausdrücklich werden die Umstände,- Tod, Zerstörung, Störung, in massiver Form durch das Internet, als Angriff ausgelegt. gz

Hier der Original Text von Yahoo

The U.S. military is no stranger to the brisk pace of technology, but usually its efforts to keep up involve high tech equipment rather than high tech policy. According to The Wall Street Journal, the Pentagon is taking a firm stance with its first formal cyber strategy, laying out the very real consequences for virtual attacks that could pose a risk to the nation.

The new cyber strategy reportedly emphasizes the "equivalence" of malicious web intrusions to traditional attacks on U.S. soil. If such an attack creates "death, damage, destruction or a high level of disruption" equal to a traditional attack (one not based in the web) then the military could retaliate using deadly force.

While there is no international precedent for the rules of cyber-war, the Pentagon seeks to lay out a framework that will dictate its actions in the era of virtual warfare. The newly-penned cyber strategy document will be officially released next month.

Spanien: Das Volk will wirkliche Demokratie

Schwappt jetzt die "arabische Revolution" auf Europa über? Verwundern würde das eigentlich nicht, was Spanien und Griechenland angeht. Auch Portugal hat ähnliche Verhältnisse. Der Unterschied dürfte in den besseren Voraussetzungen der demokratischen Strukturen liegen. Auf der Zunge vergehen lassen kann man sich die Befürchtung,- dass die Demos die bevorstehenden Wahlen beeinflussen könnte. Es zeugt vom Verständnis der Politiker, welche offensichtlich nicht gerade davon begeistert sind, von ihrem Volk abgewählt zu werden. Präziser: Sie wollen natürlich schon gewählt werden, aber ihre Propaganda sollte auf das Volk wirken, und nicht umgekehrt. Genau diese Haltung der Politiker wird ja auch angeprangert,- mit Recht. Die Zeit der manipulierbaren "Schafe" ist wohl vorbei. Tendenzen sieht man auch schon in Deutschland ("der verflixte Bahnhof, Atomausstieg usw.") Werden die Politiker dazulernen? Man wird sehen. gz  weiterlesen

Griechenland: Wie lang noch ?

Es scheint je länger je mehr, dass Griechenland nicht mehr aus den Schulden herauskommt. Mit unglaublichen 22% auf ihren Schulden. Die Gerüchte verdichten sich Tag täglich, und schlagen sich als Zinsen nieder,- eine richtige Spirale. Die grosse Frage in der EU: "Ist der Hopfen und das Malz verloren"? Dabei spricht kaum mehr jemand von einer guten Lösung, wo alles wieder gut wird. Auch nicht hinter der vorgehaltenen Hand. gz 

Der Tod von Bin Laden: Wie war es wirklich ?

Wie starb Osama bin Laden wirklich? 

Fest steht, dass der Al-Qaida-Chef unbewaffnet war. Doch Barack Obamas Anti-Terror-Berater John Brennan informierte die Presse in diesem und mindesten einem weiteren Punkt falsch. Nun hat das Weiße Haus alle Hände voll zu tun, den Schaden zu begrenzen - damit der Triumph des Präsidenten nicht getrübt wird.

Als Jay Carney, der Sprecher des Weißen Hauses, vor die Washingtoner Presse tritt, ist er um seinen Auftritt nicht zu beneiden. Es geht um entscheidende Details der Kommandoaktion gegen Al-Qaida-Führer Osama bin Laden. Carney muss Schadensbegrenzung betreiben - und wirkt wohl deshalb fahrig, und verhaspelt sich.

Es geht um die Frage: Wie starb Amerikas Staatsfeind Nummer eins wirklich? Denn es war zumindest nicht so, wie es aus dem Weißen Haus am Tag zuvor berichtet wurde.

Carney versucht bei seiner Pressekonferenz eine Scharte auszuwetzen, für die ein anderer Kopf der US-Administration verantwortlich ist: John Brennan. Der war als Anti-Terror-Berater des Präsidenten im situation room dabei, als Barack Obama die geheime Aktion im fernen Pakistan verfolgt hat.

Brennan war es auch, der nach der abendlichen Rede des Präsidenten offen über Details der Tötung Bin Ladens plauderte. Es klang nach Kampf bis zum Ende, weit entfernt von allem, was in irgendeiner Form den Ruch einer Hinrichtung haben könnte - für die Bewertung der Völkerrechtler ist es von entscheidender Bedeutung, ob von vornherein eine Tötungsabsicht bestand.

US-Medien wie die Washington Post kolportieren folgende Sätze Brennans, die später von der Presse in aller Welt übernommen wurden: "He was engaged in a firefight with those that entered" sowie "(Bin Laden had been) hiding behind women who were put in front of him as a shield."

Zu Deutsch: Bin Laden habe sich hinter Frauen als menschlichen Schutzschilden versteckt, er sei bei einem Schusswechsel getötet worden.

Falsch, muss Regierungssprecher Carney nun eingestehen. Bin Laden sei "nicht bewaffnet" gewesen, kann also auch nicht auf die US-Soldaten geschossen haben. Und auch die Version von dem menschlichen Schutzschild ist laut Obamas Sprecher nicht zutreffend.

Brennans Schilderung vom Vortag entpuppen sich als peinliche Kommunikationspanne, die den ohnehin kursierenden Verschwörungstheorien neue Nahrung geben könnte.

Der Coup ist in Gefahr

Dabei konnte Präsident Barack Obama anfangs hochzufrieden sein. Der Schlag gegen den Staatsfeind Nummer eins war bislang weitgehend positiv aufgenommen worden: Regierungen aus aller Welt drückten den Amerikanern Anerkennung aus, Blitzumfragen ergaben, dass die meisten US-Bürger die waghalsige Unternehmung goutieren, Obamas Zustimmungswerte gehen nach oben.

Die Aktion galt bislang als Coup - nun drohen die unrichtigen Aussagen, diese öffentliche Wirkung der Mission zu vermasseln.

Um es nicht dazu kommen zu lassen, gibt Carney weitere Details zum Ablauf preis. Demnach kamen die gut zwei Dutzend Navy Seals mit zwei Hubschraubern. Ein Team nahm sich ein kleineres Haus auf dem Gelände vor, die zweite Gruppe stürmte das größere Gebäude. Dort kam es in der ersten Etage zu einem Feuergefecht. Dabei starben Carney zufolge zwei Männer - bei einem davon handelte es sich um den Kurier, der die Amerikaner unfreiwillig zu dem Versteck geführt hatte. Außerdem wurde eine Frau tödlich verletzt, ob durch die Amerikaner oder die Al-Qaida-Kämpfer bleibt offen. "In Crossfire", sagt der Pressesprecher, sie starb beim Schusswechsel.

Bin Laden war unbewaffnet

Danach drangen die Soldaten in die anderen beiden Stockwerke vor. Dort habe man die Familie Bin Ladens gefunden, sagt Carney. Im dritten Stock stießen sie schließlich auf den Terrorpaten und seine Frau. Es habe zuvor die Sorge gegeben, Bin Laden würde sich einer Gefangennahme widersetzen - "und in der Tat: Er leistete Widerstand", so Obama-Sprecher Carney in seinem eilig vorgetragenen Statement.

Seinen Worten zufolge sei die Frau auf die Soldaten zugestürmt, daraufhin schoss man ihr ins Bein. "Bin Laden was then shot and killed", sagt der Sprecher knapp, auf Bin Laden sei anschließend geschossen worden, er starb dabei. Er sei unbewaffnet gewesen. Einen Schusswechsel im dritten Stock erwähnt er nicht.

Nachfrage eines Journalisten, der aus Versehen "Obama" sagt und "Osama" meint: Wie habe sich der Terrorführer gewehrt, wenn er unbewaffnet gewesen ist?

Carney weist daraufhin, dass man keine Feuerwaffe haben müsse, um sich zu wehren. Dann stellt er fest, dass er zu diesem Punkt nichts Weiteres sagen könne, aber er sei sich sicher, dass weitere Details folgen würden.

Noch eine Reporterfrage: "Hatte Bin Laden irgendeine Waffe?"

Carney: "Er war nicht bewaffnet, soweit ich verstanden habe."

Eine Bedrohliche Bewegung ?

Erhellender sind die Ausführungen, die andere zu der heiklen Causa beitragen: CNN etwa zitiert einen anonymen Offiziellen, der nicht nur erwähnt, dass man auf dem Areal keine Wachen angetroffen habe. Die Quelle erläutert, was Regierungsprecher Carney damit meint, wenn er sagt, Osama bin Laden habe sich "gewehrt": Er habe eine "bedrohliche Bewegung gemacht" - was auch immer das zu bedeuten hat.

Die Navy Seals fürchteten wohl, dass ihre Zielperson einen Sprengstoffgürtel angelegt haben könnte, schließlich waren seit Beginn der Aktion etliche Minuten vergangen - Zeit genug, ein Selbstmordattentat nach Al-Qaida-Manier vorzubereiten: "Sie wussten nicht, ob Bin Laden den Finger auf einem Knopf hatte", sagt der republikanische Kongressabgeordnete Mike Rogers der Washington Post.

Und John Bellinger III., Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat unter Obamas Vorgänger George W. Bush, erklärt der New York Times, wenn "dieser extrem gefährliche Kerl" jemandem im Raum "zunickt" oder man glaube, er trage eine "Selbstmörderweste", dann habe man allen Grund ihn umzubringen.

Das Online-Magazin politico.com meldet unter Berufung auf drei Quellen, Bin Laden habe Bargeld im Wert von 500 US-Dollar sowie zwei Telefonnummern in seine Kleidung eingenäht gehabt - dies wird als Zeichen gewertet, dass der Al-Qaida-Chef bereit war, notfalls in Sekundenschnelle zu fliehen.

Deutlich wird auch der Mann, der die Kommandoaktion dirigierte: CIA-Direktor Leon Panetta räumt im Gespräch mit dem Sender NBC ein, der Befehl an die Sondereinheit habe gelautet, den aus Saudi-Arabien stammenden Terroristen zu töten. "Aber dazu gehörte auch", versichert der CIA-Chef, "wenn Bin Laden plötzlich die Hände erheben und anbieten würde, sich gefangen nehmen zu lassen, die Elitesoldaten die Chance hätten, ihn gefangen zu nehmen."

So hat es Carney, der Sprecher des Weißen Hauses nicht formuliert. Aber seine Aufgabe war es schließlich vor allem, Brennans falsche Darstellungen zu revidieren - und seinen Präsidenten zu schützen.

Obama selbst hatte bislang keinen Grund zur Korrektur. In seiner Rede am 1. Mai hatte der Staatschef den Tod Osama bin Ladens nur geschildert, aber offenbar zutreffend.

"After a firefight, they killed Osama bin Laden" - so hat es Obama selbst in seiner Rede an die Nation ausgedrückt: "Nach einem Feuergefecht töteten sie Osama bin Laden." Nach dem Gefecht also, nicht im Gefecht.

Quelle: süddeutsche

Osama Bin Laden ist tot

Osama bin Laden wurde verantwortlich gemacht für die schlimmsten Terroranschläge der letzten Jahre. Für viele Menschen war er gar der Inbegriff des Bösen.

Der Top-Terrorist Osama Bin Laden ist tot.

Osama Bin Laden und sein Terrornetzwerk Al Kaida sind für die schlimmsten terroristischen Attacken der vergangenen Jahre mit Tausenden von Toten verantwortlich. Nach den Attentaten vom 11. September 2001 in New York und Washington ist er für viele Menschen zum Inbegriff des Bösen geworden.

Ein US-Team habe den Angriff ausgeführt und sich der sterblichen Überreste bin Ladens bemächtigt. «Der Gerechtigkeit ist Genüge getan worden», sagte der Präsident in einer kurzfristig anberaumten Rede im Weissen Haus. Obama sagte, er habe den geheimen Einsatz angeordnet.

Bin Laden sei nördlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bei einem Hubschrauberangriff auf ein Haus getötet worden, berichteten sowohl Vertreter der USA als auch Pakistans. Demnach seien vier Helikopter an dem Einsatz beteiligt gewesen, wovon einer aber anscheinend abgestürzt sei, nachdem vom Boden aus das Feuer eröffnet worden war, berichtete ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter. Zu möglichen Opfern sagte er nichts.

Gestartet seien die Hubschrauber von einem pakistanischen Luftwaffenstützpunkt im Norden des Landes, sagte der Geheimdienstmitarbeiter. Bei der Aktion seien auch Frauen und Kinder in Gewahrsam genommen worden. Lange Zeit war vermutet worden, dass sich Bin Laden in den Bergen entlang der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan versteckt hält.

Zur Wachsamkeit aufgerufen

Der Präsident warnte, dass al-Qaida weitere Angriffe vorbereiten werde. Daran gebe es «keinen Zweifel», sagte Obama. «Wir müssen und wir werden zu Hause und im Ausland wachsam bleiben.»

Wegen der Gefahr vor möglichen Vergeltungsmassnahmen rief die US-Regierung ihre Bürger in aller Welt zur Wachsamkeit auf. In einer Mitteilung des Aussenministeriums wurden Bürger in besonders brisanten Regionen «angesichts der Unsicherheit und Unberechenbarkeit der gegenwärtigen Lage dringend» aufgerufen, Massenversammlungen oder Demonstrationen zu meiden.

Freudenrausch in Washington

Die Nachricht von Bin Ladens Tod verbreitete sich in den USA wie ein Lauffeuer. Schon bevor Obama vor die Kameras trat, um den Tod offiziell zu bestätigten, hatten sich mehrere Tausend Menschen vor dem Zaun des Weissen Hause versammelt. «Wir haben ihn, wir haben ihn», jubelten sie.

Bin Laden wird von den USA für die Terroranschläge vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht, bei denen fast 3000 Menschen starben. Die USA machen ihn auch für weitere Anschläge verantwortlich, darunter die Attentate auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1996, bei denen mehr als 200 Menschen starben, und der Angriff auf den US-Zerstörer «Cole» im November 2000 im jemenitischen Aden mit 17 Toten.

Radikale Islamisten verehrten den Anführer der Terrororganisation Al Kaida dagegen und nahmen jede seiner Tonband- und Videobotschaften, die von arabischen Medien und Islamisten-Websites verbreitet wurden, begierig auf. Obwohl die USA ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf den meistgesuchten Terroristen der Welt ausgesetzt hatten, gelang es ihm über Jahre, sich einer Festnahme zu entziehen.

Sohn des reichsten Bauunternehmers Saudi-Arabiens

Osama bin Laden wurde 1957 in Saudi-Arabien als eines von 57 Kindern des Bauunternehmers Mohammed Awad bin Laden geboren, der dort während des Baubooms ein Vermögen machte. Die Familie hat ihre Wurzeln im Jemen. Osama bin Laden war elf Jahre alt, als sein Vater bei einem Helikopterabsturz ums Leben kam.

Als sich Bin Laden 1979 den «Gotteskriegern» anschloss, die in Afghanistan gegen die sowjetischen Besatzer kämpften, konnte er dafür in Saudi-Arabien noch Ehre einheimsen. Er half, unter den Augen der USA, den Nachschub an Waffen und arabischen Kämpfern zu organisieren.

Nach Abzug der Russen aus Afghanistan trat er für kurze Zeit wieder in den Familienkonzern ein. Sein Privatvermögen soll zeitweilig 300 Millionen Dollar betragen haben. Andere schätzen es auf nur einen Zehntel.

Gegen die «Kreuzfahrer» im Land des Islam

Der Golfkrieg gegen den Irak 1991 bedeutete eine neue Wende in seinem Leben. Er kritisierte die Stationierung von US-Soldaten in Saudi-Arabien, wo mit Mekka und Medina die heiligsten Orte des Islam liegen. Das brachte die Herrscherfamilie Al- Saud gegen ihn auf.

Bin Laden verliess das Land und wich für fünf Jahre in den Sudan aus. 1996 wiesen ihn die Sudanesen auf amerikanischen Druck aus. Er ging zurück nach Afghanistan und wurde ein enger Verbündeter der Taliban. Nach deren Sturz 2001 tauchte er unter und meldete sich fortan nur noch mit Hassbotschaften aus dem Untergrund zu Wort.

Unbestrittene Symbolfigur an der Spitze Al-Kaidas

Obwohl sich vor allem in den vergangenen acht Jahren vielerorts lokale Al-Kaida- Ableger mit eigenen Anführern gebildet hatten, war die Führungsrolle Bin Ladens in der islamistischen Terrorszene bis zuletzt unumstritten.

Bin Laden hatte drei Ziele: Die Vertreibung allen Einflusses des Westens - der «Kreuzfahrer» - aus der islamischen Welt, den Sturz der Regimes in der islamischen Welt sowie die Errichtung eines islamischen Kalifats mit der Scharia als alleinige Richtschnur sowie die Ausbreitung des Islam möglichst weltweit.

In den vergangenen zwei Jahren hatte Bin Laden neben dem von ihm propagierten «Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen» auch andere Themen für sich entdeckt wie etwa den Klimawandel oder die Finanzkrise. Von den arabischen Revolutionen wurden er und seine Getreuen dagegen überrascht.

Osama Bin Laden wurde bereits auf See bestattet

Man habe die See-Bestattung gewählt, um zu verhindern, dass Bin Ladens Grab eine Pilgerstätte für Terroristen wird. so weiss niemand, wo Bin Ladens sterbliche Überreste sind.

Die US-Behörden betonen, sie hätten Bin Laden streng nach islamischer Vorschrift bestatten.

Die islamische Tradition sieht eine Waschung des toten Körpers vor durch andere Muslime gleichen Geschlechts. Nur Märtyrer sollen ungewaschen in ihren Kleidern und ihrem Blut beigesetzt werden. Der Leichnahm sollte noch am Tag seines Todes bestattet werden, in der Regel beim nächsten Gebet, das ansteht (Muslime beten fünf Mal pro Tag). Normalerweise wird der Körper in ein Leinentuch eingehüllt, das auch sein Pilgergewand sein kann, sofern er die Wallfahrt nach Mekka durchgeführt hat und findet danach in einem simplen Erd- oder See-Bestattung seine letzte Ruhe.

Politiker zeigen sich in ersten Reaktionen erleichtert über den Tod von Osama Bin Laden. «Das ist ein ganz wichtiger Moment», sagt der frühere US-Präsident Clinton.

«Dieses historische Ergeignis stellt einen grossen Sieg für Amerika und für alle Leute, die für den Frieden auf der ganzen Welt eintreten», erklärte George W. Bush, Ex-Präsident der USA in einer ersten Stellungnahme.

Wie er reagierten auch viele andere Politiker in den USA mit grosser Erleichterung und Freude über den Tod von Osama Bin Laden, wie BBC und Nachrichtenagenturen berichten.

Frage: Wurde Osama Bin Laden jemals Beweiskräftig verurteilt ?  gz

Quelle: 20Min Tagi

Syrien: zu wenig Bodenschätze = kein Erbarmen der UNO ?

 In den 1960er Jahren wurde im Nordosten des Landes das erste Öl entdeckt, das zu den schwereren Öltypen gehörte. In den 1980ern wurde außerdem in der Gegend von Deir az-Zur leichtes, schwefelarmes Öl entdeckt. 1995 erreichte das Land jedoch bereits sein Fördermaximum mit 610.000 Barrel Tagesförderung. Seitdem sinkt die Förderrate konstant und erreichte 2008 nur noch 379.000 Barrel pro Tag. Im Januar 2009 wurden die verbliebenen Reserven auf 2,5 Milliarden Barrel geschätzt, wobei Fachleute sich einig sind, dass ungeachtet neuerer Entdeckungen Syrien spätestens um 2020 herum zum Nettoimporteur von Öl und Ölprodukten werden wird. 2008 wurden dagegen noch 150.000 Barrel täglich exportiert.  weiterlesen


Jährlich nehmen sich über 30 000 Japaner das Leben

In Japan nehmen sich Menschen aus Kummer über den Tsunami und die Atomkatastrophe das Leben. Experten befürchten weitere Fälle, zumal der Freitod hier kulturell nach wie vor akzeptiert ist.

Die Meldungen, die Naoko Sugimoto in den vergangenen Tagen erreicht haben, machen ihr grosse Sorgen: Ein Bauer erhängte sich, weil seine Kohlernte radioaktiv verseucht wurde. Ein überarbeiteter Regierungsbeamter aus der Region Fukushima schied aus dem Leben, weil er am Ende seiner Kräfte und Nerven angekommen war. Ein verzweifelter Vater tötete sich selbst aus Kummer über seinen vermissten Sohn.

Sugimoto, die Vorsteherin der nationalen Suizid-Präventionsstelle Japans, befürchtet, dass diesen tragischen Fällen weitere folgen werden. «Ich habe mit diesen Menschen ebenso Mitleid wie mit jenen, die im Tsunami umgekommen sind», sagte die 67-Jährige gegenüber der «Los Angeles Times». «Aber sie starben nicht im Tsunami, sondern nachher. Sie haben sich das Leben genommen. Man fragt sich, was hätten wir tun können?»

Suizid kulturell verankert

Genaue Statistiken existieren nicht, aber Japan erlebte schon einmal einen Anstieg von Selbstmorden nach dem verheerenden Erdbeben in Kobe 1995, bei dem 6400 Menschen ums Leben kamen. Einer von ihnen war der stellvertretende Bürgermeister von Kobe, der sich am ersten Jahrestag der Katastrophe mit Kerosin übergoss und anzündete. Sugimoto sorgt sich um die Soldaten und Polizeibeamten, die seit Wochen nach Leichen suchen und erschöpfte AKW-Angestellte in Fukushima, die unter enormem Druck stehen. Diese Risikogruppe sei besonders anfällig für Depressionen.

Suizid haftet in Japan nicht der Beigeschmack von Sünde und Geisteskrankheit an wie im Westen. Seit Jahrhunderten existiert ein romantisierter Begriff des edlen Freitods, der sich in zahlreichen Erzählungen über die Samurai-Krieger und Erinnerungen an die Selbstmordkommandos «Kaiten» und «Kamikaze» aus dem Zweiten Weltkrieg manifestiert. Aufgrund eines Finanzskandals erhängte sich 2007 Landwirtschaftsminister Toshikatsu Matsuoka. Ein Politiker bezeichnete ihn nachher als «wahren Samurai», der sein Leben für die Wiederherstellung seiner Ehre hergab.

«Makabre» Schuldenbegleichung

Seit der asiatischen Finanzkrise von 1997 nehmen sich jedes Jahr über 30 000 Japaner das Leben – einer alle fünfzehn Minuten. Das Land hat eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. Suizid ist die häufigste Todesursache unter Männern zwischen 22 und 44 sowie unter Frauen zwischen 15 und 34 Jahren. Die höchste Zahl wird traditionell im März gemessen, wenn in Japan die Steuerperiode endet. Viele sind verschuldet und hoffen durch ihren Tod auf eine Auszahlung ihrer Lebensversicherung für die Hinterbliebenen.

Der Nordosten Japans, der im März von Erdbeben und Tsunami heimgesucht worden war, gehört zu den Regionen mit den höchsten Suizidraten Japans. Noch vor zehn Jahren lag sie doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt. Die Gründe liegen laut Experten im sprichwörtlichen Stoizismus der Bewohner, dem schlechten Wetter und zahlreichen bettlägerigen Senioren, die ihre Häuser kaum verlassen. 2007 ordnete die Regierung an, jede Präfektur müsse eine Anlaufstelle aufbauen, worauf die Zahlen sanken. In den drei Präfekturen, die am härtesten vom Tsunami getroffen worden waren, haben die Behörden zusätzliche Suizid-Hotlines für Überlebende eingerichtet.

Hintergrundstrahlung steigt Weltweit an

Die Folgen der Reaktorkatastrophe "Strahlung steigt weltweit an"

Die Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima seien noch nicht abzuschätzen, sagt Greenpeace. "Das einzige, was im Moment klar ist, ist, dass weiter Radioaktivität austritt."

Die Umweltorganisation Greenpeace hat vor einer weltweit steigenden Strahlenbelastung als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima gewarnt. Der Plan des Kraftwerkbetreibers Tepco zur Bekämpfung des Unfalls in den kommenden neun Monaten beruhe auf unbekannten Grundlagen, erklärte der Greenpeace-Experte Christoph von Lieven.

Es werde voraussichtlich etwa drei Monate dauern, durch das Schließen von Lecks das Austreten von Radioaktivität aus der Anlage im Nordosten des Landes zu verringern, hatte Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata gesagt. Danach werde es wohl noch weitere drei bis sechs Monate dauern, "bis wir die radioaktiven Lecks auf ein sehr geringes Maß zurückfahren können", indem die Temperatur in den Reaktoren und in den Abklingbecken für gebrauchte Brennstäbe gesenkt werde.

"Was Tepco hier sagt, ist einfach unseriös", sagte von Lieven. "Das einzige, was im Moment klar ist, ist, dass weiter Radioaktivität austritt."

"Wir sind uns nicht sicher, ob wir damit nicht noch Jahre zu tun haben. Und das ist ein weltweites Problem. Wir werden weltweit eine erhöhte Strahlenbelastung haben", sagte der Umweltschützer. Die sogenannte Hintergrundstrahlung werde weltweit weiter steigen. Auch manche Lebensmittel seien belastet. Das Ausmaß dieser Entwicklung sei noch nicht abzuschätzen, fügte von Lieven hinzu.

Dem Stromkonzern Tepco warf der Greenpeace-Fachmann vor, mit der Lage nicht zurande zu kommen. Die radioaktive Strahlung sei trotz der ergriffenen Maßnahmen weiter aus der Atomruine ausgetreten. "Die Evakuierungszone muss jetzt ausgeweitet werden, und zwar wirklich dringend", forderte von Lieven. Dann sollten unabhängige Fachleute nach einer Lösung suchen. "Und das Ganze muss Tepso und der japanischen Regierung, die offensichtlich unfähig sind, das Problem zu lösen, aus der Hand genommen werden von der internationalen Gemeinschaft."

Kampf gegen kontaminiertes in Fukushima

In der Atomruine Fukushima versuchen die Arbeiter derweil, die Massen an verseuchtem Wasser loszuwerden. Sie hoffen, schon bald Wasser aus einem Schacht des Reaktors Nummer 2 in eine Müllbeseitigungsanlage abpumpen zu können, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press. Sorge bereite hochgradig verseuchtes Wasser, das sich in einem Tunnelschacht angesammelt hat. Es sei innerhalb eines Tages um drei Zentimeter gestiegen.

Mit Hilfe ferngesteuerter Roboter überprüfen die Arbeiter derweil Strahlendosis und Temperatur in den Reaktorgebäuden 1 bis 3, um sicherzugehen, dass die Männer dort arbeiten können. Die Verstrahlung verzögere die Arbeiten, erklärte der Betreiber Tepco.

Der AKW-Betreiber hatte am Vortag erklärt, dass die Reaktoren frühestens in etwa sechs Monaten stabilisiert werden könnten. Rund drei Monate werde es allein dauern, die Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken zu stabilisieren. Die beschädigten Reaktorgebäude sollen dann in sechs bis neun Monaten abgedeckt werden. Die Regierung wies Tepco an, den Fahrplan schnell und zuverlässig umzusetzen.

Quelle: nTV

Störfälle von AKWs

Dezember 1952: In einem Reaktor im kanadischen Chalk River bei Ottawa kommt es zu einer schweren Explosion. Der Reaktorkern wird bei einer partiellen Kernschmelze zerstört.

September 1957: In einer Wiederaufbereitungsanlage im russischen Kyschtym explodiert ein Tank mit radioaktiven Abfällen. Dabei werden grosse Mengen an radioaktiven Substanzen freigesetzt.

Oktober 1957: Im britischen Kernreaktor in Windscale - ab 1983 Sellafield genannt - wird nach einem Brand eine radioaktive Wolke freigesetzt, die sich über Europa verteilt.

Juli 1973: Wieder kommt es in der Wiederaufarbeitungsanlage Windscale zu einer schweren Explosion, bei der ein grosser Teil der Anlage kontaminiert wird.

Januar 1977: Kurzschlüsse in zwei Hochspannungsleitungen führen im deutschen Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern zu einem Totalschaden. Das Reaktorgebäude ist mit radioaktivem Kühlwasser verseucht.

März 1979: Maschinen- und Bedienungsfehler führen im US-Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zum Ausfall der Reaktorkühlung, die eine partielle Kernschmelze und die Freisetzung von radioaktiven Gasen zur Folge hat.

April 1986: Kernschmelze im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Der radioaktive Niederschlag geht über ganz Europa nieder. Das Ausmass der Folgen ist bis heute unklar. Fachleute geben die Zahl der zu erwartenden Toten mit zwischen 4000 und 100000 an. 4000 Menschen erkrankten infolge des Unfalls an Schilddrüsenkrebs.

September 1999: In einem Brennelementewerk in der japanischen Stadt Tokaimura setzt nach einer unvorschriftsmässigen Befüllung eines Vorbereitungstanks eine unkontrollierte Kettenreaktion ein. Starke radioaktive Strahlung tritt aus.

Dezember 2001: Eine Wasserstoffexplosion verursacht im Atomkraftwerk Brunsbüttel einen Störfall. Der Reaktor wird erst auf auf Drängen der Kontrollbehörden im Februar 2002 zur Inspektion vom Netz genommen.

Juli 2006: Nach einem Kurzschluss wird im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark einer von drei Reaktoren automatisch von der Stromversorgung getrennt. Der Reaktor wird heruntergefahren.

Juli 2009: Der Reaktor Krümmel in Schleswig Holstein wird nach einem Kurzschluss im Maschinentransformator per Schnellabschaltung vom Netz genommen. Ein baugleicher Transformator war Ende Juni 2007 nach einem Kurzschluss in Brand geraten.

März 2011: In Fukushima hat das Kühlsystem versagt, was im schlimmsten Fall zur Kernschmelze führen kann. Auch 2 ander Atomkraftwerke weisen erhebliche Schwierigkeiten auf.

Japans Erdbeben und die Folgen

Obwohl in Japan alles auf grössere Erdbeben ausgerichtet wurde, gehen wahre Horror Nachrichten um die Welt. Gebäude wurden durchgeschüttelt, und stürzten ein. Eine Tsunami Welle überflutete die Küste, und riss alles mit. Ein Horror den man sich als Aussenstehender kaum vorstellen kann. Und vermutlich nimmt der Schrecken noch kein Ende. Gefährdet sind Atomkraftwerke, deren Notstromaggregate ausfielen. Wie so was passieren kann ist allerdings ein Rätsel. Im allerschlimmsten Fall kann es zu einer Kernschmelze wie in Tschernobyl kommen. Hoffen wir, das uns das erspart bleibt. gz  (11. Mrz. 2011)

Notstand in Japan ausgerufen

Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes hat Japan den nuklearen Notfall ausgerufen: Mehrere Atomkraftwerke wurden abgeschaltet, in zweien kam es zu schweren Zwischenfällen. Im AKW Fukushima fiel das Kühlsystem aus, das Umland wird evakuiert. Experten sind zutiefst beunruhigt.

Tokio - Das Erdbeben in Japan hat Störfälle in zwei Atomkraftwerken ausgelöst. In Fukushima hat das Kühlsystem versagt, was im schlimmsten Fall zur Kernschmelze führen kann. Japans Regierungschef Naoto Kan hat daraufhin den nuklearen Notfall ausgerufen - zum ersten Mal in der Geschichte des Landes.

Im Blickpunkt der Aufmerksamkeit steht vor allem das Atomkraftwerk Fukushima. Die Betreiberfirma Tokyo Electric Power Co erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji News, im Reaktor Nummer Eins sei der Druck nach einem Zwischenfall angestiegen. Es bestehe auch das Risiko eines Strahlungslecks. Man arbeite daran, den Druck im Reaktor wieder zu senken.

Die japanische Regierung hatte zuvor erklärt, es seien keine radioaktiven Lecks festgestellt worden. Man habe den Notstand ausgerufen, damit die Behörden leicht Notfallmaßnahmen ergreifen können, so Regierungssprecher Yukio Edano. "Wir wollen auf das Schlimmste vorbereitet sein. Wir tun alles in unserer Macht stehende, um mit der Situation fertig zu werden." In Japan muss ein nuklearer Notstand ausgerufen werden, wenn Strahlung austritt, der Kühlwasserstand einen gefährlichen Wert erreicht oder das Kühlsystem ausfällt.

Experten befürchten Kernschmelze

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, war nach dem Erdbeben nicht nur der Hauptstrom, sondern auch ein Notstromaggregat ausgefallen, was zum Versagen des Kühlsystems geführt habe. Der US-Nachrichtensender CNN zitiert Edano mit der Aussage, die Kühlung des Reaktors laufe "nicht nach Plan". Westliche Experten zeigten sich zutiefst beunruhigt über diese Entwicklung, denn selbst nach einer Schnellabschaltung ist ein Atomreaktor in seinem Inneren noch extrem heiß und muss weiterhin gekühlt werden.

"Bei einem totalen Stromausfall funktioniert kein Sicherheitssystem mehr", sagte Lars-Olov Höglund, der zehn Jahre lang Chefkonstrukteur der Atomkraftwerke des Vattenfall-Konzerns war, zu SPIEGEL ONLINE. "Wenn das passiert, ist es aus." Die Folge wäre unweigerlich eine Kernschmelze. Ähnlich äußerten sich der Greenpeace-Reaktorexperte Heinz Smital, ein Mitarbeiter der IAEA und Mycle Schneider, Autor des renommierten "World Nuclear Industry Status Report 2009". "Die Restzerfallswärme ist ungeheuer groß, nämlich sieben Prozent der Kraftwerksleistung", sagte Schneider, der mehrere Dutzend Male als Atomgutachter in Japan war.

Das Kernkraftwerk Fukushima besteht aus sechs Siedewasserreaktoren und ist damit eines der größten der Welt. Die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Company gibt auf ihrer Website an, dass bei drei der sechs Reaktoren alle Notstrom-Generatoren ausgefallen seien. Man habe die Meiler daraufhin geflutet. Der Industrieverband World Nuclear Association meldete, man habe erfahren, dass die Situation unter Kontrolle sei. Allerdings ist der Verband - ebenso wie die Internationale Atomenergiebehörde IAEA - auf Informationen aus Japan angewiesen. "Die würde ich zurzeit mit der Pinzette anfassen", warnte Atomexperte Schneider.

Greenpeace teilte am Freitagabend mit, die Situation sei nach wie vor kritisch. Eine Sprecherin sagte, angeblich würden Brennstäbe bereits zwei Meter aus dem Wasser ragen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass die US-Luftwaffe Kühlmittel an das AKW geliefert hat, um im Kampf gegen die drohende Katastrophe zu helfen. Doch die U.S. Air Force will von solch einem Flug nichts wissen. "Wir haben keine Meldung dieser Art", sagte Militärsprecher Daniel King vom Pazifikkommando. Es sei aber möglich, dass die japanische Luftwaffe solch einen Unterstützungseinsatz geflogen habe.

Nach letzten Angaben von Japans Atomsicherheitsbehörde versuchten die Mitarbeiter des AKW fieberhaft, die Kühlung wiederherzustellen. Wenig beruhigend wirkt in diesem Zusammenhang, dass die Behörden die Evakuierung des Gebiets im Umkreis von drei Kilometern um die Atomanlage Fukushima angeordnet haben. Wer zwischen drei und zehn Kilometer entfernt wohnt, wurde aufgefordert, im Haus zu bleiben. Mindestens 2800 Menschen sollen von den Maßnahmen betroffen sein. Nach japanischen Medienberichten hat die Regierung Armeeeinheiten geschickt, um die Evakuierung zu unterstützen.

Die Kölner Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit berichtet unter Berufung auf japanische Angaben, dass das Notkühlsystem des AKW nur noch im Batteriebetrieb laufe - und dass die Energiezellen nur noch Strom für wenige Stunden liefern könnten. "Im allerschlimmsten Fall droht dann eine Kernschmelze", sagte GRS-Sprecher Sven Dokter.

In diesem Fall werden die Brennstäbe im Reaktorkern so heiß, dass sie schmelzen. Es kann dadurch zu einer unkontrollierten Kettenreaktion und schlimmstenfalls zur Explosion des gesamten Reaktors kommen, wie es bei der Katastrophe von Tschernobyl 1986 passiert ist.

Wettrennen gegen die Zeit

Für die japanischen Atom-Fachleute ist es ein Wettrennen gegen die Zeit: Sie müssen innerhalb kürzester Zeit die Stromversorgung der Kühlmittelpumpen wieder anwerfen. Sören Kliem vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf erklärte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, ungefähr fünf bis sechs Stunden nach dem kompletten Ausfall des Kühlsystems drohten gravierende Probleme. Zumindest in Deutschland würde man bei Problemen der Stromversorgung im Kühlsystem zunächst auf Dieselgeneratoren setzen, so Kliem. Erst wenn das auch nicht funktionierte, kämen Batterien zum Einsatz - sozusagen als allerletztes Mittel, um eine gefährliche Überhitzung der Kernbrennstäbe zu verhindern.

Mit den Notstromdieseln hat es offenbar Probleme gegeben - und auch die Batterien schwächeln. "Nach unseren Informationen wurde bewusst ein Kühlsystem abgeschaltet, um die Batterien zu schonen", sagte Henrik Paulitz von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW am Freitagnachmittag. Zum Betrieb der Kühlpumpen seien große Strommengen erforderlich. Die Batterien könnten diese aber kaum liefern, weil sie eigentlich vor allem dafür gedacht seien, die Steuerung des Reaktors aufrechtzuerhalten. Dazu komme, dass es an dem betroffenen Reaktor offenbar ein Leck im Kühlkreislauf gebe, aus dem Kühlmittel entweiche, so Paulitz. "Das ist ein ziemlicher Hammer." Eine Prognose sei derzeit nur schwer abzugeben.

Brand im AKW Onagawa gelöscht

Nach dem Erdbeben war es auch in einem anderen Atomkraftwerk zu einem Zwischenfall gekommen: Im AKW Onagawa war an einem Turbinengebäude ein Feuer ausgebrochen. Die betroffenen Bereiche seien aber vom Reaktordruckbehälter räumlich getrennt, erklärte Tohoku Electric Power, der Betreiber der Anlage. Inzwischen haben die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass der Brand gelöscht sei. Strahlung soll nicht ausgetreten sein.

In Japan sind 54 Reaktoren an 14 verschiedenen Standorten am Netz. Drei weitere AKW sind im Bau, elf werden geplant. Da Japan zu den erdbebenreichsten Ländern der Erde zählt, gelten dort besonders hohe Anforderungen an die Sicherheit der Kraftwerke. Bei Erdstößen werden Reaktoren automatisch abgeschaltet. Trotzdem kam es in der Vergangenheit nach Erdbeben zu Störfällen.

2007 etwa wurden nach einem Beben in der Provinz Niigata 50 technische Defekte in der weltgrößten Atomanlage Kashiwazaki-Kariwa gemeldet. Unter anderem war aus einem Leck radioaktiv belastetes Wasser ins Meer geflossen. Zudem fing ein Transformator außerhalb der Reaktorhallen Feuer. Es war bis dahin der erste Brand in einem japanischen Atomkraftwerk infolge eines Erdbebens.

Einige eindrucksvolle Bilder aus Japan

Quelle:  Spiegel Online


Japans Wirtschaft wird hart getroffen

Nach dem Erdbeben in Japan, das einen Tsunami ausgelöst hatte, zeichneten sich bis Sonntag vielfältige Störungen des Wirtschaftslebens der weltweit drittgrössten Volkswirtschaft ab. Eine Übersicht:

Die gewaltigen Schäden nach dem Beben und der Flutwelle überziehen das Land. Viele Menschen sind in Not.

Finanzmärkte:

Die Bank von Japan will «ihr Äusserstes tun, um die Stabilität der Finanzmärkte zu gewährleisten». Bis Sonntag versorgte sie 13 Finanzinstitute mit insgesamt rund 55 Milliarden Yen (624 Millionen Franken) Sonderhilfen, damit die Branche den Anforderungen nach dem Beben gewachsen ist.

Für Montag will die Zentralbank einem Medienbericht zufolge den Markt mit zusätzlicher Liquidität versorgen. Die Zinsen liegen bereits de facto bei Null. Am Montag sollen alle Bereiche der Zentralbank nach deren Angaben normal geöffnet sein. Auch die Tokioter Aktienbörse sollte den Handel wie gewohnt aufnehmen.

Atomkraft:

Die Atomstromproduktion in Japan wurde durch das Beben und den Tsunami in etwa halbiert: Nach dem Beben schalteten sich sieben Siedewasserreaktoren in der Anlage Fukushima Daiichi sowie dem benachbarten Werk Fukushima Daini automatisch ab. Beide Anlagen werden von Tokyo Electric Power Co (Tepco) betrieben. Insgesamt wurden in Folge des Bebens automatisch elf Reaktoren in vier Atomkraftwerken abgeschaltet, betroffen sind drei Betreiberfirmen.

Versorger:

Tepco rechnete mit Engpässen bei der Stromversorgung und wollte die Menschen auf Stromausfälle vorbereiten. Andere Stromanbieter halfen Tepco aus, die Lieferengpässe für Millionen Haushalte zu überbrücken. Tokyo Gas teilte mit, die Gasversorgung für Zehntausende Haushalte habe unterbrochen werden müssen.

Industrie:

Der weltgrösste Autohersteller Toyota ( 85.65 -2.14%) stellt am Montag den Betrieb in all seinen zwölf Fabriken ein. Auch andere Autobauer sind betroffen: Nissan setzte die Produktion an all seinen vier Autofertigungsstandorten in Japan aus.

In zwei Werken war es zu kleineren Bränden gekommen. Honda teilte mit, ein 43-jähriger Mitarbeiter sei an einem Forschungsstandort der Firma ums Leben gekommen, als ein Gebäude einstürzte. 30 Menschen wurden verletzt. Vier heimische Fabriken und ein Forschungszentrum sollten am Montag ebenfalls geschlossen bleiben.

Der Elektronikriese Sony ( 33.45 -2.36%) unterbrach die Produktion in sechs Werken in der betroffenen Region. Eine Fabrik wurde überschwemmt, die anderen fünf wurden den Angaben nach nicht schlimmer beschädigt.

Auch europäische Firmen berichteten von Einschränkungen wegen Stromausfällen oder der Evakuierung ihrer Mitarbeiter, darunter der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline sowie der Waadtländer Lebensmittelriese Nestlé.

Versicherer:

Experten schätzen den versicherten Schaden durch die Ereignisse vorerst auf mindestens 15 Milliarden Dollar. 

Quelle: Tages Anzeiger

Die Flutkatastrophe in Pakistan (2010)

15. Aug. 2010   Viel mehr Menschen als befürchtet verlieren durch die heftigsten Regenfälle seit Menschengedenken ihr Heim: 20 Millionen Pakistanerinnen und Pakistaner sollen nun schon betroffen sein. Wegen der Katastrophe wurden die Zeremonien für den Nationalfeiertag abgesagt. Nach ersten Cholera-Meldungen sehen Helfer noch keine Anzeichen für eine Epidemie. Entwarnung geben sie aber auch nicht. 

Sintflutartige Regenfälle und verheerende Fluten haben 20 Millionen Menschen obdachlos gemacht», sagte Premierminister Yousuf Raza Gilani in einer Fernsehansprache zum Unabhängigkeitstag. Die Vereinten Nationen gingen von 14 Millionen Betroffenen aus, von denen sechs Millionen dringend Hilfe benötigten. Das Hochwasser habe Ernte und Lebensmittel im Wert von mehreren Milliarden Dollar vernichtet, sagte Gilani. Brücken und Strassen seien fortgespült worden. Die Fluten hätten Infrastruktur zur Kommunikation und zur Energieversorgung zerstört. 

Bei dem Hochwasser wurden nach Gilanis Angaben 1384 Menschen getötet und 1630 weitere Menschen verletzt. Mehr als 1000 Menschen starben alleine in der nordwestpakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. 730 000 Häuser seien durch das Hochwasser zerstört worden. Gilani rief das Ausland dazu auf, Pakistan «eine helfende Hand zu reichen, um dieses Unglück zu bekämpfen». 

Die Spendenbereitschaft könnte allerdings durch einen mutmasslichen Skandal um veruntreute Hilfsgelder leiden. Die britische Zeitung «Daily Telegraph» berichtete unter Berufung auf «ranghohe Vertreter», dass nach dem schweren Erdbeben vor fünf Jahren in Pakistan umgerechnet 367 Millionen Euro an Hilfsgeldern veruntreut worden seien. Die Finanzmittel seien bis heute nicht in die Kassen der für den Wiederaufbau betrauten Behörde ERRA geflossen. 

In der Bevölkerung macht sich unterdessen immer mehr Wut auf die Regierung breit. Die Gefahr von sozialen Unruhen steigt. Betroffene werfen der Regierung vor, auf die Krise zu langsam reagiert zu haben. Die Opfer sind weitgehend auf Hilfe des Militärs und ausländischer Hilfsorganisationen angewiesen. Am Samstag wurde UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in Pakistan erwartet. Seine Ankunft in Islamabad war für den Abend geplant. Am Sonntag wollte Ban dann mit Regierungsvertretern zusammenkommen und das Katastrophengebiet besuchen. 

Wegen der Flutkatastrophe beging Pakistan den 63. Jahrestag der Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft ohne offizielle Feierlichkeiten. Präsident Asif Ali Zardari und das Militär sagten die Zeremonien für den Nationalfeiertag am Samstag ab. Zardari wollte stattdessen Flutopfer in den Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa besuchen. Die Armee wollte die Mittel, die für die Feierlichkeiten vorgesehen waren, Opfern der Katastrophe spenden. 

Die Organisation «Ärzte ohne Grenzen» sieht derzeit noch keine Anzeichen für eine Cholera-Epidemie in den überfluteten Gebieten Pakistans. Für eine Entwarnung sei es aber zu früh. Viele Gebiete seien noch gar nicht zugänglich. Im nordpakistanischen Swat-Tal war am Freitag nach Angaben der Hilfsorganisation Malteser International der erste Fall von Cholera bestätigt worden. Die Zeitung «Dawn» berichtete am Samstag, Plünderer hätten am Vortag in der zentralpakistanischen Provinz Punjab Fahrzeuge angegriffen, die Hilfsgüter in den Katastrophenbezirk Muzaffargarh bringen wollten. Meteorologen sagten unterdessen vereinzelte, teilweise aber schwere Regenfälle in den kommenden Tagen voraus. 20 Minuten Online

Die Eiszeit kommt wieder

Schnee-Chaos auch in Asien: Fast 240 Kälte-Tote

In China sind hunderte Menschen durch die Schneestürme der vergangenen Tage obdachlos geworden. In Indien erfroren 239 Menschen. In Norddeutschland sind ganze Orte von der Aussenwelt abgeschnitten.

Insgesamt 239 Menschen fielen nach Angaben des indischen Nachrichtensenders NDTV im Norden und Osten des Landes den eisigen Temperaturen zum Opfer. Allein im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh wurden in der Nacht auf heute 15 Kälte-Tote gezählt.

Die meisten Opfern seien Alte oder Bedürftige, die sich nur ungenügend gegen die Kälte schützen konnten, berichtete der Sender. Die schlechten Witterungsbedingungen beeinträchtigten auch den Bahn- und Luftverkehr.

800 Häuser zerstört

In China zerstörten die seit Freitag wütenden Schneestürme in der Provinz Xinjiang fast 800 Häuser, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. Knapp 5000 weitere wurden beschädigt. Dem Bericht zufolge kam ein Mensch ums Leben. Rund 5500 weitere mussten in Sicherheit gebracht werden.

Die Regierung in Peking bereitete unterdessen Hilfslieferungen in die mehrheitlich von muslimen bewohnte Region vor. Laut Xinhua sollten 5000 Zelte, 10'000 Jacken sowie 10'000 Bettdecken nach Xinjiang gebracht werden. Die örtlichen Behörden gaben bereits 15 Millionen Yuan (2,3 Millionen Franken) für Nothilfen frei.

Die Volksrepublik leidet derzeit unter einem ungewöhnlich frühen und kalten Winter. Seit dem Jahreswechsel hat der Schnee das Land im Griff. Aus Sorge vor Stromknappheit wegen der anhaltenden Kältewelle haben die Behörden in einigen Provinzen den Strom rationiert. Vielerorts kam es zu Verkehrschaos.

Deichbruch droht an der Ostsee

Heftige Schneestürme haben heute auch in Norddeutschland dramatische Entwicklungen ausgelöst und den Verkehr fast vollständig zum Erliegen gebracht. Am schlimmsten traf es Mecklenburg-Vorpommern, wo ein Krisenstab eingerichtet und teilweise Katastrophenalarm ausgerufen wurde, und Schleswig-Holstein. Auf der Küstenautobahn 20 waren rund 170 Menschen über Nacht in ihren zugeschneiten Fahrzeugen eingeschlossen und konnten erst am Morgen befreit werden. Bei Anklam kämpften Rettungsmannschaften einen Regionalzug frei, der mit 14 Fahrgästen im Schnee steckengeblieben war.

Mit einem Tag Verspätung sorgte Tief Daisy damit doch noch für die befürchtete Katastrophe. Einige Orte wurden vorübergehend von der Aussenwelt abgeschnitten - Autobahnen und viele andere Strassen mussten gesperrt werden. Die Polizei rief Autofahrer dringend auf, ihre Fahrzeuge stehenzulassen. In Nordvorpommern kamen ein 27- und ein 29-Jähriger bei einem Autounfall im Schnee ums Leben.

An mehreren Orten traten die Ostsee und ihre Zuflüsse über die Ufer. Im schleswig-holsteinischen Dahmeshöved drohte ein Deichbruch, wegen der dort entstandenen Schäden wurden umgehend Ausbesserungsarbeiten veranlasst.

Auch in Flensburg und der Altstadt von Lübeck waren ganze Strassenzüge von Hochwasser überflutet. In Travemünde peitschten die Ostseewellen gegen die Strandpromenade und rissen Ziegelsteine aus der Mauer, die dann unkontrolliert herumflogen, wie die Polizei mitteilte.

Im Landkreis Ostvorpommern wurde am Sonntagmorgen Katastrophenalarm ausgelöst, örtlich wurden auch Stromausfälle gemeldet. Eine Reihe von Zugstrecken wurde gesperrt, auch Autobahnabschnitte und Landstrassen waren stellenweise nicht mehr befahrbar. Auf den Inseln Rügen und Usedom und den Halbinseln Fischland, Darss, Zingst sowie dem küstennahen Festland brach der Verkehr fast völlig zusammen. Schon am Samstagnachmittag hatte der Nahverkehr im Küstenbereich den Betrieb eingestellt.

Neue Hochwasserwarnung

Die Behörden rechneten auch für den Abend und die Nacht zu Montag mit starken Böen aus Nordost. Für die Kieler und die Lübecker Bucht wurden Hochwasserwarnungen ausgesprochen. In Lübeck stellte die Priwallfähre ihren Betrieb ein, so dass der gleichnamige Stadtteil praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten war. Kleine Ortschaften wie Blankensee, Vorrade oder Wulfsdorf und auch unzählige Dörfer in Ostholstein waren auf dem Land- und Wasserwege nicht erreichbar. Auch Fähren nach Skandinavien stellten den Betrieb ein.

Bericht: Tages Anzeiger

Selbstgedrehte Zigaretten werden massiv teurer

500 % Tabaksteuer Aufschlag !!!

Die schizophrene Haltung gegenüber den Rauchern springt ins Auge. Auf der einen Seite wird da unter dem Deckmantel Gesundheit die Bevölkerung "geschützt", während die hohle Hand weit aufgemacht wird. Es muss dem Bund wohl finanziell sehr schlecht gehen, von der geistigen Gesundheit mal ganz abgesehen. Würde der Benzinpreis um 500% angehoben, müssten die Bundesräte um ihr Leben fürchten. Tatsache ist ja,- Autos erzeugen schädliche Abgase, aber eine solch einschneidende Massnahme würde die Wirtschaft einbrechen lassen. Deshalb verlegt sich der Bundesrat lieber auf die Repression der Raucher. Einfach unglaublich.

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Raucher müssen für Schnitttabak, Zigarillos und Zigarren ab nächstem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Markant erhöht wird die Besteuerung von Feinschnitttabak zum Selberdrehen - dafür wird Zigarettenpapier viel billiger.

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Änderung des Tabaksteuergesetzes auf den 1. Januar 2010 in Kraft gesetzt, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) mitteilte.

Stark erhöht wird die Besteuerung von Schnitttabak zum Selberdrehen von Zigaretten. Und zwar von heute zehn auf mindestens 50 Franken pro Kilogramm Eigengewicht. Dafür wird künftig Zigarettenpapier nicht mehr besteuert.

Bei den übrigen Tabakprodukten fällt die Steuererhöhung laut EFD gering aus. Die Zigarettenpreise sind von der Gesetzesänderung nicht betroffen. Ziel der Revision, die das Parlament im Dezember 2008 verabschiedet hatte, war auch, die Steuerstruktur EU-kompatibel zu gestalten und zu vereinfachen.

Musikwelt: Michael Jackson ist gestorben

Pop-Star Michael Jackson ist nach einem Herzstillstand gestorben. Das berichteten der US-Fernsehsender CBS und die Zeitung "Los Angeles Times". Der Nachrichtensender CNN berichtete zunächst, Jackson sei ins Koma gefallen. Der Sänger habe den Herzstillstand in seinem Haus erlitten. Er habe nicht mehr geatmet, als die Sanitäter dort angekommen seien.

Über Schweine, Schweinezucht und Patente

Und sie probieren es immer wieder! Nach Möglichkeit sollen wir in Zukunft nur noch Geklontes oder Patentiertes essen, denn das verspricht die grösste Rendite. Schon die Zwangs Saatgut Geschichte in Entwicklungsländern ist eine echte Schande für unsere Zivilisation. Bauern wurden abhängig gemacht von Düngemitteln und die dazugehörige Saat. Natürlich wurde Ihnen versprochen, dass Sie dadurch mehr verdienen. Diese Bauern haben sich deshalb verschuldet, und sind nun abhängig, weil Sie keine eigenen Saatgüter mehr besitzen, sondern vor allem Schulden. GZ     weiterlesen


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