Wissen

Alarm: Wissenschaftler spielen Gott

Was muss sich die Menschheit, und alle Lebewesen, inklusive Planet Erde, noch alles von ein paar Größe Wahnsinnigen Bewohnern gefallen lassen? Durch besprühen der Atmosphäre aus Flugzeugen und Ballone, soll die Erwärmung gestoppt werden! Es genügt offenbar nicht, dass niemand weiss, wie und wo das radioaktive Material entsorgt werden kann. Auch das eine wissenschaftliche Glanzleistung. Nein,- auch über das besprühen der Atmosphäre ist man sich der möglichen Konsequenzen unklar. Ich hoffe dass es heftige Proteste gegen einen solch wahnwitzigen Versuch geben wird, die Klimaerwärmung zu stoppen,- welche übrigens ebenfalls durch fingierte Berichte aus "wissenschaftlichen Kreisen" zustande kam. gz

siehe dazu auch Klimakonferenz und Politik   Die Pdf Ausgabe des Bericht  20Min online


Klimakonferenz: Sonnenschirm für die Erde ?   von Charles J. Hanley

In der beschaulichen Umgebung eines englischen Landsitzes beraten Wissenschaftler aus aller Welt über das fast Undenkbare: Darüber, Gott zu spielen, um den Klimawandel aufzuhalten.

Bei dem dreitägigen Zusammentreffen von Experten verschiedenster Disziplinen in Chicheley Hall geht es darum, mit technischen Raffinessen in die Vorgänge der Natur einzugreifen, um die Atmosphäre abzukühlen. Und darum, wer diese Entscheidung treffen würde, um den blauen Planeten zu retten.

Die bislang unbekannten Risiken des sogenannten Geoengineering rief bei vielen Teilnehmern der Tagung im März Unbehagen hervor. «Wenn wir mit der Atmosphäre experimentieren und buchstäblich Gott spielen könnten, das ist sehr verlockend für einen Wissenschaftler», sagt der Geowissenschaftler Richard Odingo aus Kenia. «Aber ich habe Bedenken.»

Diesen Bedenken steht die Sorge gegenüber, dass die globale Erwärmung der Welt wie wir sie kennen ein abruptes Ende bereiten könnte. Der Erde drohe ein russisches Roulette, sagt beispielsweise Steven Hamburg vom Environmental Defense Fund in den USA. Der Weltklimarat (IPCC) geht davon aus, dass die Temperaturen bis zum Jahr 2100 um bis zu 6,4 Grad Celsius steigen könnten.

Wissenschaftliche Ausschüsse des Parlaments in Grossbritannien und des US- Kongresses haben ihre Regierungen im vergangenen Jahr dazu aufgerufen, umgehend mit Forschung zu Klima-Technik zu beginnen - um für alle Fälle einen «Plan B» parat zu haben, falls es weiterhin keine weltweite Vereinbarung über die Begrenzung von Treibhausgas-Emissionen gebe, wie das britische Gremium erklärte. Die britische Royal Society, einer der Organisatoren des Treffens in Chicheley Hall nordwestlich von London, lud daher unter anderen Physiker, Ozeanografen, Anwälte und Psychologen ein, um über dieses noch nie da gewesene Thema zu diskutieren.

Wissenschaftler warnen vor Dammbruch

Sobald man einmal mit Geoengineering begonnen habe, könnten regelrecht Dämme brechen, warnte Steve Rayner von der Oxford University: Dann könnte es heissen, «es ist in Ordnung, über Dinge nachzudenken, über die man nicht nachdenken sollte». Allerdings sieht es bei vielen der thematisierten Möglichkeiten ohnehin so aus, als ob sie entweder unpraktisch oder ineffektiv seien.

Hausdächer weiss zu streichen, um die Sonnenwärme zu reflektieren, zeigt kaum Wirkung. Wüsten mit einem reflektierenden Material abzudecken ist eine logistische Herausforderung und dürfte der Umwelt nicht gut bekommen. Gigantische Spiegel in der Erdumlaufbahn einzusetzen, ist finanziell nicht zu stemmen. Möglich wäre dagegen, die Ozeane mit Eisen zu «düngen», um das Wachstum von Plankton anzuregen, das CO2 vertilgt.

Das Potenzial, an der Erderwärmung tatsächlich etwas zu ändern, hat nach Einschätzung der Wissenschaftler nur ein Vorschlag: Als wichtigste Möglichkeit werde häufig der Einsatz von stratosphärischen Aerosol-Partikeln betrachtet, sagt der Klimatologe John Shepherd von der Southampton University. Bei den Partikeln handelt es sich um Sulfate, die beispielsweise mithilfe von Flugzeugen oder Ballonen in der tieferen Stratosphäre verteilt werden. Vorbild dafür ist das beim Ausbruch des Vulkans Pinatubo auf den Philippinen 1991 in die Luft geschleuderte Schwefeldioxid, das die weltweite Temperatur schätzungsweise für etwa ein Jahr um 0,5 Grad Celsius abgekühlt hat.

Unverzichtbar sei aber zusätzlich eine deutliche Reduzierung von Treibhausgas- Emissionen und die Entfernung von Kohlendioxid aus der Luft, betonen Shepherd und seine Kollegen. Andernfalls müsse die Sulfatschicht in der Stratosphäre auf unbestimmte Zeit angelegt werden. Und sollte die sogenannte SRM-Operation aus irgendeinem Grund eingestellt werden, würden die Temperaturen auf der Erde deutlich ansteigen. Ausserdem hat die SRM-Technik Nachteile: Die Sulfate dürften die Ozonschicht zerstören, sie verhindern nicht die Übersäuerung der Ozeane und eine plötzliche Abkühlung der Erde hätte ihrerseits unbekannte Auswirkungen.

Sorge vor möglicher militärischer Nutzung

Und nicht zuletzt befürchten viele, dass Regierungen auf eigene Faust über solche Experimente mit gigantischen Auswirkungen entscheiden könnten - und dass beispielsweise die USA sich von vornherein für den «Plan B» stark machen, statt sich um die vergleichsweise anstrengendere Reduzierung von Emissionen zu kümmern. Zudem könnten solche Techniken auch militärisch genutzt werden, warnte der indische Experte Arunabha Ghosh. Möglich sind Wissenschaftlern zufolge Dürren oder Überschwemmungen in umliegenden Regionen, wenn örtlich begrenzt die Sonne verdunkelt wird. Eine weitere Sorge ist die Entstehung einer auf Profit angelegten Geoengineering-Industrie.

Viele Umweltschützer lehnen eine Einmischung in die Vorgänge in der Atmosphäre kategorisch ab - oder bestehen zumindest darauf, dass solche wichtigen Entscheidungen die Vereinten Nationen treffen. Die Experten von Chicheley Hall vermuteten überwiegend, dass es eine Koalition von Ländern unter Führung der USA und Grossbritanniens geben werde, die einen solchen «Sonnenschirm» für die Erde organisieren und dazu möglicherweise auch Schwellenländer mit ins Boot holen könnte. Anschliessend müsse ein unabhängiges Expertengremium gegründet werden, um über die Risiken der geplanten Experimente zu beraten und den Startschuss für weitere Forschung zu geben.

Begeistert sei er von diesen Ideen nicht, erklärte Shepherd auf der Konferenz. Und sein Kollege Hamilton erklärte, «möglicherweise sehen wir nie wieder blauen Himmel».

Eine zweite Sonne am Himmel

Beteigeuze ist ein so genannter Roter Riese, ein Stern von wahrhaft gewaltigen Ausmassen. Seine Leuchtkraft im sichtbaren Bereich ist 10 000-mal höher als jene unserer Sonne, und sein Durchmesser übersteigt den unserer Sonne um das 662- fache. Würde der Riese, der sich 600 Lichtjahre entfernt im Sternbild des Orion befindet, anstelle unserer Sonne im Zentrum des Sonnensystems stehen, seine Oberfläche berührte die Umlaufbahn des Jupiters.

PDF zum Thema

Hunger: Todesrisiko für eine Milliarde Menschen

Mediziner bezeichnen Hunger als ein Signal des Körpers an den Menschen, das ihn zum Essen auffordert. Andauernder Hunger führt zur Unterernährung - mit tödlichen Folgen.

Nach einer Definition der Welternährungsorganisation (FAO) ist unterernährt, wer zu wenig isst, um sein Körpergewicht zu erhalten, während er leicht arbeitet. Laut FAO entspricht die dafür benötigte Nahrungsmenge täglich 1800 bis 1900 Kilokalorien.

Bei weniger als 1400 Kilokalorien täglich wird von extremer Unterernährung und chronischem Hunger gesprochen. Dauert dieser Zustand an, wird der Körper immer schwächer.

925 Millionen Menschen leiden Hunger

Laut dem 5. Weltindex aus dem Jahr 2010 leiden weltweit 925 Millionen Menschen an Hunger und Unter-ernährung. Dabei wird die Lage in 29 Entwicklungländern als «alarmierend» oder sogar «extrem alarmierend» beschrieben.

Mit Ausnahme von Haiti und Jemen liegen alle diese Länder in Afrika. Die Demokratische Republik Kongo führt die Negativliste an, gefolgt von Burundi, Eritrea und dem Tschad.

Hunger ist Gesundheitsrisiko Nummer Eins

Hunger ist weltweit das Gesundheitsrisiko Nummer Eins. Bei hungergeschwächten Menschen verlaufen normaler-weise harmlose Krankheiten oft tödlich. Bei unterernährten Kindern sind Erkrankungen der Atemwege und Durch-fall besonders verbreitet.

siehe auch den Artikel vom 18.11.2009:  23 Millionen hungern in Afrika

Ohne Rückflugticket zum Mars

Wenn es nach US-Wissenschaftlern geht, sollen Pioniere demnächst den Mars besiedeln und den Planeten so zum neuen «Wilden Westen» machen. Die Reise werde günstiger, ohne Rückfahrticket.

Einmal zum Mars und kein zurück. Wie die Pioniere, die die Weiten des amerikanischen Westens besiedelten, so soll auch der Mars von Menschen kolonisiert werden, die nicht zurückblicken, fordern zwei amerikanische Wissenschaftler. Das sei schneller und kostengünstiger, argumentieren die beiden Forscher in ihrem Artikel «To Boldly Go» (auf Deutsch in etwa: Kühn voranschreiten) in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Jounal of Cosmology».

Ein Flug zum Mars dauert rund sechs Monate. Die notwendige Technologie existiere bereits oder stehe demnächst zur Verfügung, schreiben Dirk Schulze-Makuch von der Washington State Universität und Paul Davies von der Arizona State Universität in ihrem Artikel. Durch den Verzicht auf den Treibstoff und den Proviant für die Rückreise wäre ein One-Way-Ticket zum Mars etwa 80 Prozent günstiger. Wichtig ist den beiden aber, dass sie keine Selbstmordmission vorschlagen. «Die Astronauten würden sich auf den Weg zum Mars begeben in der Absicht, dort den Rest ihres Lebens zu verbringen, als Wegbereiter einer permanent besiedelten Kolonie auf dem Mars», schreiben sie.

Wenig Begeisterung bei der Nasa

Bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa stösst der Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Zwar hat US-Präsident Barack Obama das Ziel ausgegeben, bis Mitte der 2030er Jahre eine bemannte Mission zum Mars zu entsenden, doch von einem One-Way-Ticket war nie die Rede. «Wir wollen unsere Leute zurückholen», sagt NASA-Sprecher Michael Braukus.

Davies war einer der ersten Vertreter der Theorie, dass der Samen des Lebens an Bord von Steinbrocken vom Mars auf die Erde kam. Seine Forschungsfelder umfassen die Kosmologie, Quantenfeldforschung und Astrobiologie. Schulze-Makuch hat bereits zwei Bücher über Leben auf fremden Planeten veröffentlicht. Sein Forschungsgebiet ist die Öko-Hydrologie - die Erforschung der Wasservorkommen auf Planeten und Monden in unserem Sonnensystem und welche Voraussetzungen sie für mikrobakterielles Leben bieten.

Geringere Lebenserwartung auf dem Mars

«Man würde ältere Menschen schicken, um die 60 oder so», sagt Schulze-Makuch. Filmfans denken hier sofort an «Space Cowboys», ein Streifen, in dem Helden älteren Semesters unter der Führung von Clint Eastwood die Erde vor der Zerstörung durch einen Asteroiden retten. Doch der Einsatz von Senioren-Astronauten wäre durchaus sinnvoll. Die Lebenserwartung der Pioniere würde sich durch die fehlende medizinische Versorgung und die erhöhte Strahlung spürbar verringern. Die Strahlung würde auch die Fortpflanzungsorgane schädigen, weshalb es anfangs nicht ratsam wäre, Siedler in zeugungs- und gebärfähigem Alter zu entsenden, sagt Schulze-Makuch.

Der Mars besitze ausreichend Schwerkraft, eine Atmosphäre, Wasser im Überfluss, Kohlendioxid und wichtige Mineralien - ausreichend Ressourcen, um den Pionieren längerfristig den Aufbau einer autarken Siedlung zu ermöglichen, schreiben die beiden Wissenschaftler. In ihrem Artikel schlagen sie die Entsendung von Zweier-Teams vor, von denen jeder in einem eigenen Raumschiff die Reise unternimmt. Nach der Ankunft könne das Gefährt ihnen als Behausung dienen. Weitere Kolonisten und Versorgungsraumschiffe würden folgen. Die ersten Missionen könnten ihrer Ansicht nach in 20 Jahren starten. Als Standort empfehlen sie eine grosse Eishöhle, die Schutz vor Strahlung biete und wo Wasser und Sauerstoff bereitstünden.

Die beiden Forscher rechneten damit, dass es schwierig sei, die Nasa für ihren Vorschlag zu begeistern. «Was wir bräuchten, wäre ein exzentrischer Milliardär», sagt Schulze-Makuch. «Es gibt Leute, die das Geld haben, um das zu verwirklichen.» Der britische Tycoon Richard Branson, PayPal-Gründer Elon Musk und Amazon-Chef Jeff Bezos sind bereits in der privaten Weltraumfahrt engagiert.

Theoretische Experimente mit der Einsamkeit im All

Zahlreiche Filmemacher haben mit ihren Mitteln bereits mit den Auswirkungen der Einsamkeit auf solch langwierigen Weltraummissionen experimentiert. Heraus kamen Filme wie «2001: Odyssee im Weltraum», «Solaris» oder «Moon».

Eine sorgfältige Auswahl und ein umfangreiches Training sowie permanenter Kontakt mit der Erde sollen den kräftezehrenden mentalen Stress einer solchen Reise reduzieren, schreiben die beiden Wissenschaftler. Die Auswirkungen langwieriger Weltraumaufenthalte auf die geistige Gesundheit von Menschen wurde bereits ausführlich untersucht. So wurde beobachtet, dass Depressionen und Schlafstörungen auftreten können und die Teilnehmer sich in die Haare geraten - Probleme, die auch auf dem Mars auftreten könnten. Das Wissen, dass es keine Möglichkeit zur Rückkehr zur Erde gebe, würde die Probleme wahrscheinlich noch verschärfen.

Trotz der Skepsis der Nasa sind sich Schulze-Makuch und Davies sicher, dass sich Menschen finden würden, die bereit wären, die notwendigen Opfer zu erbringen. Falls die Erde unbewohnbar werde, sei der Mars noch ein Rettungsboot für die Menschheit, argumentieren sie. «Wir leben auf einem verletzlichen Planeten», sagt Schulze-Makuch. «Asteroideneinschläge oder die Explosion einer Supernova können uns bedrohen. Wenn wir als Art überleben wollen, müssen wir uns im Sonnensystem und darüber hinaus ausbreiten.»

Erstellt: 19.11.2010   Tagi

Leben im Hologramm

Haben Sie nicht schon immer das Gefühl gehabt, dass in ihrem Leben etwas nicht ganz stimmt ? Dass irgend-welche Details nicht ganz zusammenpassen? Damit sind Sie nicht allein: So geht es auch Wissenschaftlern aus Deutschland und Großbritannien - allerdings auf ganz anderer Ebene.

Sie untersuchen im Geo-600-Experiment Gravitationswellen in unserem Universum. Und eben jene benehmen sich nicht so, wie sie es sollen: Die Wellen sind von allen möglichen Störungen durchsetzt, die sich die Forscher zunächst nicht erklären konnten, berichtet der "Christian Science Monitor".

Offenbar sind wir nicht ganz scharf

Astrophysiker Craig Hogan von Fermilab bei Chicago hat da jedoch seine eigene Theorie. Die Störungen müssten durch Unregelmäßigkeiten im Raum-Zeit-Kontinuum ausgelöst sein - und für die gäbe es nur eine Erklärung: Ein holografischer Projektor am Rande des Universums produziert unsere Welt. So wie jedes Projektionsbild ab einer gewissen Distanz unscharf und weniger detailgetreu ist, so ist auch unser Universum irgendwann etwas fehlerhaft.

Gute Welten, schlechte Welten

Da bleiben eine Menge Frage offen: Wer hat den Projektor aufgebaut - und warum? Sind wir auch alle nur Statisten in einer Show mit versteckten Kameras? Und wer will so etwas sehen? Sind wir wenigstens Premium-Bezahlfernsehen oder nur werbefinanzierter Teletrash? Wollen wir das wirklich wissen? Vielleicht haben wir schon bald eine Antwort darauf. Bei Fermilab wird zurzeit ein Gerät konstruiert, das die Hypothese testen soll. Das so genannte Holografische Interferometer soll herausfinden, ob unsere Realität vielleicht nur eine dreidimensionale Illusion ist. Und sollte es so sein, so hoffen wir wenigstens, dass wir gute Unterhaltung geliefert haben.

Die Schüler in Deutschland leiden unter Stress

Jeder dritte Schüler in Deutschland leidet unter Stress

Jeder dritte Schüler in Deutschland leidet regelmäßig unter Stresssymptomen: Nach einer Studie sind Schlafprobleme, Gereiztheit und Kopfschmerzen besonders häufig. Mädchen sind davon fast doppelt so häufig betroffen wies Jungen. Mehr als 38 Prozent der Schülerinnen haben mehrmals in der Woche psychosomatische Beschwerden.

Insgesamt befragte die Universität Lüneburg im Auftrag der Krankenkasse DAK 4500 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 21 Jahren in vier Bundesländern. Bei den Beschwerden wurden Einschlafprobleme (22 Prozent) und Gereiztheit (21 Prozent) am häufigsten genannt. Kopfschmerzen und Rückenschmerzen gaben jeweils rund 16 Prozent der Befragten an. Über Niedergeschlagenheit klagten 14 Prozent. Es folgten Nervosität (elf Prozent), Schwindelgefühle (neun Prozent) und Bauchschmerzen (acht Prozent). Jeder zehnte Schüler berichtete, dass er sogar täglich zwei oder mehr Beschwerden habe.

Auffällig sind deutliche Geschlechtsunterschiede. Während bei den Mädchen 38,2 Prozent über psychosomatische Beschwerden klagten, waren es bei den Jungen nur 21,3 Prozent. Bei einzelnen Symptomen ist der Unterschied noch gravierender. Während zum Beispiel 25,3 Prozent der Mädchen über Kopfschmerzen klagten, waren es bei den Jungen lediglich 8,4 Prozent. Vor allem in der Pubertät und beim Übergang in den Beruf treten die körperlichen und psychischen Probleme besonders häufig auf. Bei Mädchen steigen die Beschwerden ab dem 15. Lebensjahr kontinuierlich an, während sie bei Jungen ab dem 12. Lebensjahr nicht weiter zunehmen.

Viele Probleme hängen der Studie zufolge offenbar eng mit dem Klassenklima zusammen. In Schulen mit schlechtem Klassenklima ist der Anteil von Schülern mit regelmäßigen Beschwerden deutlich erhöht. Mehr als 50 Prozent der Betroffenen fühlen sich in der Schule "verzweifelt". Insgesamt gaben mehr als zwei Drittel der Schüler mit häufigen Beschwerden an, dass sie in der Schule regelmäßig negative Gefühle erlebten. Jeder zweite Schüler mit häufigen Beschwerden berichtete ferner von Prüfungsangst. Lehrer und Eltern sollten die Probleme offen angehen, riet ein DAK-Sprecher. Schweigen und Verdrängen mache alles noch schwieriger.

Die Schweinegrippe Mafia

Wir haben es geahnt,- Geschäftemacherei mit der Verbreitung von Angst und Schrecken. Doch langsam kommt Licht ins Dunkel. Ganz ähnlich wie bei der Klimakatastrophen Propaganda, ist der Hintergrund vermutlich eher bei Interessen Gruppen zu finden, welche sich eine goldene Nase verdienen wollen,- oder auch taten. Die WHO ist offensichtlich in der Hand der Pharmaindustrie, welche geschickt hysterische Wissenschaftler dazu benutzte, für ihre Interessen zu posaunen,- und es immer noch tun. Auch der "Hack" von e-Mail Verkehr, zwischen Wissenschaftler und Politiker, welche im Zusammenhang der "Klimakatastrophe" stattfand, zeigt einen lukrativen Zusammenhang. Das Ziel,- möglichst viele Steuern abzuzweigen, um das Geld in überdimensionierte Projekte zu investieren. Natürlich ergibt das auch Gewinne für die Initianten. Mit der Veröffentlichung des folgenden Artikel, möchte ich mich den Skeptikern aller Pandemien anschliessen. Dieser Artikel wird im Allgemeininteresse veröffentlicht. gz    siehe auch:  Schweine Grippe / Klima Lüge


Dr. Flu und die Pharmaindustrie

Die mysteriösen neuen Grippen bei Seehunden, Bengalischen Tigern, Vögeln, Schweinen und zuletzt auch beim Menschen, stehen kurz vor ihrer Demontage. Im Fokus der Rätsel um die Ausrufung einer Schweinegrippe- Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zusammenhang mit einer bereits teilweise enttarnten Pharma- Lobby, steht ein Mann ganz deutlich im Rampenlicht. Anglo-amerikanische Widersacher nennen ihn etwas verächtlich "Dr. Flu", die Medien seiner niederländischen Heimat einfach nur "AB" oder "AB Osterhaus". Er ist gelernter Tierarzt, der schon vor mehr als 15 Jahren mit einem Stück Vogelkot in der Hand, seinen ersten Vortrag über die nächste Grippe- Pandemie hielt, welche bis zu 150 Millionen Menschen das Leben kosten solle, wenn man nicht auf ihn, Albert Osthaus, höre und die sich nahende Gefahr ignoriere. Seine Stunde kam, als die ersten Schwäne in Rumänien vom Himmel fielen und er es war, der diese Ereignisse auch als eine globale Gefahr für den Menschen verkaufte. Mit Schlagwörtern wie "Mutation" und "Pandemie" oder Vergleichen mit der "Spanischen Grippe" wurde er schnell zum Liebling und Goldesel der internationalen Pharma- Industrie.


Vogelgrippe ein Glücksfall für den Holländer

Dann ging alles sehr schnell. Die "europäische" Vogelgrippe H5N1 war geboren, ein Glücksfall für Osterhaus, wie er im Jahre 2005 in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" zugab. " Ich sah mich bestätigt in meinen wissenschaftlichen Erkenntnissen " - hatte er gesagt und war sehr froh darüber, dass jetzt auch die Politiker auf ihn hören. Vor allen Dingen der deutsche- und holländische Gesundheitheitsminister waren von seinen Vorträgen und Warnungen schnell ergriffen und verübten zum Einstand und als Zeichen der Loyalität zu dem "cleveren" Holländer einen Genozid an Millionen von einheimischen Puten und Masthühnern. AB Osterhaus störte das wenig, denn auch zu Tieren hatte er kein gutes Verhältnis, denn regelmäßig beschwert er sich über "hinterhältige Tierschützer", die sich über seine "Menschenleben-rettende Experimente" beklagten. In Asien waren zu diesem Zeitpunkt bereits einige Menschen angeblich an der Vogelgrippe gestorben, dies sollte sich später bei der Schweinegrippe in Mexiko wiederholen. Osterhaus war stets derjenige, welcher derartige Befunde bestätigte oder zumindest begrüßte.


Auch ein Sachse mit im Geschäft

Die Zeitung "Die Zeit" zitierte den niederländischen "Forscher" am 19. Januar 2006 dahingehend, dass die Vogelgrippe nun auch Hunde, Pferde, Pumas, Tiger, Leoparden, Mäuse, Frettchen, Affen und Hauskatzen infiziert habe, in Rügen sei sogar ein H5N1 infizierter Steinmarder gefunden worden. Nur 3 Wochen später, am 14. Februar, war nach Aussage des Vorsitzenden des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Klaus Stöhr, die Ausbreitung der "Seuche" nicht mehr zu stoppen. Der Virologe aus Sachsen, ein "guter Bekannter" von AB Osterhaus, hatte bereits im Jahre 2004 eindringlich vor einer weltweiten Vogelgrippevirus- Influenza A/H5N1 gewarnt. 2007 gab dann Stöhr schnell seinen offiziellen Posten bei der WHO auf und verschwand in der Impfstoffentwicklung des Pharmakonzerns Novartis, um aus seiner Panikmache Kapital schlagen zukönnen. Sein holländischer Kollege besaß damals schon zehntausende Reagenzgläser mit Vogelkot aus der ganzen Welt. Für ihn musste aber zu diesem Zeitpunkt bereits klar sein, dass die Natur die drohende Überbevölkerung nicht über die Ausscheidungen von Geflügel korrigieren wird, wie er noch ein Jahr früher suggeriert hatte.


Osterhaus "Vogelkot- Kollektion" wertlos

Auf einer Konferenz der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) im Mai 2006 mussten Osterhaus und sein Team von Forschern der Erasmus Universität in Rotterdam dann zugeben, dass ihre ganze Kollektion von "Vogelscheisse" offenbar wertlos sei, da man in etwa 100.000 Kotproben von lebenden Wildvögeln keinen einzigen H5N1-Fall entdeckt habe. Dies hatten aber auch schon andere Forscher aus Asien und Australien zu diesem Zeitpunkt bereits herausgefunden und damit den Holländer unter Wahrheits- Druck gebracht. Fortan erklärte er aber dann, dass die Vogelgrippe- Viren wohl mehr über den Atemtrakt als über den Kot ausgeschieden werden, ohne allerdings hierfür einen Beweis vorzulegen. Trotzdem gingen OIE und WHO in der Folge mit dieser Aussage von Osterhaus an die Weltöffentlichkeit, wohlwissend, dass sämtliche anderen bekannten Influenzaviren eigentlich über den Kot ausgeschieden werden. Die (frei erfundenen) "dramatischen Unterschiede" der Vogelgrippe zu den bereits bekannten Influenzen, sollte auch kurze Zeit später den Beginn der Schweingrippepanik in Mexiko einläuten.


Ein Kettenraucher lobt deutsche Gesundheitsministerin

Die Redakteurin Karin Steinberger hatte "AB Osterhaus", der selbst in seiner Heimat nun heftig umstritten ist, im Jahre 2005 im 17. Stock der Medizinischen Fakultät der Erasmus-Universität besucht. Hier einige Auszüge: Gefriertruhe an Gefriertruhe reiht sich hier. Zehntausende kleine Ampullen mit Vogelkot bewahrt er u. a. auf. Osterhaus nimmt, was er bekommt. Er hortet Viren, manche nennen ihn einen Virus-Jäger. Irgendwo da drinnen in seinen Gefrierschränken steckt auch das Vogelgrippe-Virus H5N1, Sars, HIV, Ebola und andere "tödliche" Viren. Schon lange warnt der Virologe vor einer Pandemie, doch keiner hat ihm bisher so richtig zuhören wollen. Wenn man Albert Osterhaus glauben kann, wird die Angelegenheit früher oder später ohnehin ziemlich unappetitlich werden, da kann man ruhig beim Kot anfangen, rechtfertige er vor allen Dingen seine gigantische Kotkollektion. Als sich 2003 in Holland ein Tierarzt- Kollege von Osterhaus (angeblich) mit dem Vogel infizierte und starb, wurde er aktiv. Millionen von Hühner wurden geschlachtet. Alle anderen 88 infizierten Menschen überlebten. Für Osterhaus ist das der Beweis, dass es hilft, wenn man handelt".

Kurze Zeit später war aber wieder Ruhe, für Osterhaus war dies unbegreiflich, denn die meisten Virologen sind sich dahingehend einig, dass es drei Pandemien im letzten Jahrhundert gab und die nächste kommen wird,, es ist nur eine Frage der Zeit. Doch noch könnte man etwas tun, "Impfstoffe entwickeln". Osterhaus jedenfalls hat gesammelt und geredet, hat geforscht und gewarnt. Und nebenbei fror er bei minus 80Grad die Geheimnisse der Vögel ein. Diese Ignoranz hat Albert Osterhaus manchmal fast wahnsinnig gemacht, er hat auf Politiker eingeredet, hat Journalisten beschwatzt, Kollegen um sich gesammelt, während in Hongkong, Vietnam, Thailand und Indonesien immer mehr Menschen an der Vogelgrippe starben. Da macht man sich Gedanken als Virologe. Den Rest der Menschen hat das bislang nicht besonders interessiert. So war das schon immer mit der Grippe. Niemand nimmt sie ernst. man muss begreifen was 1918 geschah, als die „Spanische Grippe“ über die Erde hinwegfegte. Am Ende waren mindestens 30Millionen Menschen tot. Andere sprechen von mehr als 100 Millionen. Auch damals begann es wie immer: Fieber, Gliederschmerzen, Kopfweh. Doch dann zerflossen die Körper, Blut schoss aus Nasen, Ohren und Augen. Es waren vor allem die Jungen, Kräftigen, die nach Luft japsten und deren Leiber sich dunkelblau verfärbten.

Von Panikmache will Osterhaus nichts hören. So ein Unsinn, man müsse die Sache nur mal hochrechnen. Wenn man von 50 Millionen Toten bei damals zwei Milliarden Menschen ausgeht, wären das bei der jetzigen Weltbevölkerung 150 Millionen Tote. Vorsichtig gerechnet und vorausgesetzt, man ist nicht vorbereitet. Wenn er ehrlich ist, dann ist es für ihn ein Glücksfall, dass jetzt die Schwäne in Rumänien vom Himmel fallen. "Endlich bekommen die Menschen in Europa Angst". Sie fangen an zu begreifen. Jetzt hören sie ihm zu. Albert Osterhaus ist vorbereitet. Er will die Geheimnisse dieses schlichten Genbündels verstehen, ehe es zuschlägt. Daran arbeitet er. So viele Fragen haben die Forscher. So viele Ideen. Könnten sie, wie sie wollten, hätten sie in Rotterdam längst im Labor das durchgespielt, was sie alle befürchten: dass sich das Vogelgrippe-Virus mit dem menschlichen Grippe-Virus zusammentut. Man könnte alle Variationen durchspielen und "Viren erschaffen, die vielleicht in der Natur nie entstehen würden".

Er hat wenig Zeit, gerade können sie nicht genug bekommen von ihm und seinen Vögeln. Denn seit kurzem ist die Hölle los. Je näher das H5N1-Virus kommt, desto öfter klingelt bei Albert Osterhaus das Telefon. Rumänien, Türkei, Griechenland, das Virus rückt immer näher. Gerade ist Osterhaus aus Brüssel zurückgekommen, wo er eine Pressekonferenz der European Scientific Working Group on Influenza (Eswi) geleitet hat, deren Vorsitzender er ist. Er nutzt die Aufmerksamkeit, die ihm die toten Vögel bescheren. Dazu ist er Populist genug. Endlich hört ihm die Welt zu, wenn er eine europäische Grippe-Task-Force fordert, wenn er Regierungen aufruft, finanzielle Hilfe bereit zu stellen. Osterhaus ist ein Prediger, ein Besessener, der immer und immer wieder auf die Menschen einredet, ihnen die Gefahr vor Augen hält, und der seit Jahren sagt, dass sie bald kommen wird, die nächste Grippe-Pandemie, ansteckender, tödlicher, schneller. Ein Virus, das die menschliche Abwehr jungfräulich erwischen wird, unvorbereitet, weil es sich über die Vögel einen Zugang erschleichen könnte.

"Kettenraucher Osterhaus lobt seine Regierung, die schnell auf die Vogelgrippe Bedrohung reagiert hat, so wie einige Bundesländer und nun ganz Deutschland. "Weg mit den Hühnern, das ist das Mindeste, um das Schlimmste zu verhindern. Sie begreifen es einfach nicht. Wenn die Vögel in Europa nicht mehr vom Himmel fallen, werden die Menschen alles wieder verdrängen, werden nicht mehr reden von H5N1, von H7N7, von H1N1. Sie werden sie wieder vergessen, die Grippe. Und irgendwann werden sie fragen, warum Osterhaus nichts gemacht hat aus seinem Vogelkot, damals, als noch Zeit dazu war. Das Telefon klingelt .... An der anderen Seite des Telefons Unverständnis: "Also gibt es gar kein Problem ?" Osterhaus stöhnt, raucht, verdreht die Augen. „Nein, die Gefahr ist sehr real“, schreit er ins Telefon. Dann legt er auf."


Viereinhalb Jahre später ....

Wir schreiben das jahr 2009. Es ist Dezember und es herrscht keine Panik- sondern Weihnachststimmung. Nicht aber in Holland, denn die niederländische Regierung untersucht im Zusammenhang mit den angeblich weltbedrohenden Viren H5N1, H7N7 und H1N1 gegen den Leiter der Forschungsabteilung der Erasmus Universität Albert Osterhaus. Er ist dringend verdächtigt zusammen mit einigen anderen Tätern die Pandemie Ausrufungen der Weltgesundheitsorganisation WHO in den Jahren 2005 und 2009 der Warnstufen 3 und 6 gegen Zahlungen aus der Pharma- Industrie maßgeblich begünstigt zu haben. Der weltweite gesamtwirtschaftliche Schaden durch diese wahrscheinliche und unübersehbare Korruptionsaffäre soll bereits jetzt eine dreistellige Milliardensumme ausmachen. Die finanziell- meistgeschädigten Staaten sind klar Deutschland, Holland, Schweden, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz. Im Verantwortungsbereich dieser "Mafia" liegen auch die Folgen der Paniken und Hysterien durch die Pandemie Ankündigungen in der Ukraine, Holland und Deutschland sowie sämtliche Todesfälle und andere Folgen nach Impfungen mit dubiosen Arzneien aus Hühnereiern, Hundenieren und anderen scharlatannistischen Beigaben.


Es gibt keinen Impfstoff gegen Schweinegrippe

Neben den von "Polskaweb" bereits in früheren Beiträgen genannten möglichen Mittäter des Niederländers haben sich auch die von der Pharma- Industrie über gigantische Werbetöpfe gesponserten Medien, wie vorrangig die ARD, Bild, Welt, Rheinische Post und Focus, im Zusammenhang mit einer grundlosen Panikmache verdächtig gemacht die Hysterie durch gezielt verfälschte Berichterstattung erst richtig angeheizt haben. Verdächtig machten sich in diesem Zusammenhang auch die Gesundheitsminister Ursula Schmidt (Deutschland) und Ab Klink (Holland) und der von Schmidt eingesetzte Leiter des Robert Koch-Institutes Jörg Hacker sowie sein Vorgänger Reinhard Kurth, die selbst heute noch, nachdem schon weltweit bekannt war, dass die Schweinegrippe realtiv harmlos ist, noch für eine Massenimpfung der Bevölkerung plädieren. Schmidt, Klink und Co. haben zudem sinnlose und offenbar auch schädliche Impfmittel in Milliardenwert eingekauft, obwohl sie wussten, dass diese Produkte nicht seriös getestet sein worden konnten. Sie haben hierbei auch wissentlich verschwiegen, dass Pandemrix, Celvapan usw. kaum wirksam gegen die Schweingrippe sein kann, und dies nicht nur weil diese Arzneien einzig gegen eine der vielen Varianten der angeblichen asiatischen Vogelgrippen aus dem Kühlschrank von Ab Osterhaus entwickelt worden waren.


Regierungen versuchen faule Impfstoffe im Ausland zu verkaufen

Der niederländische Gesundheitsminister Klink war dem Vorschlag seines Freundes und Beraters Ab Osterhaus sofort nach der allgemeinen durch die WHO erzeugte Schweinegrippe- Pandemie gefolgt und hatte gleich für jeden Holländer gleich mehr als zwei Impfungen bestellt. 39 Millionen Dosen sollen es gewesen sein, für 16,5 Millionen Bürger jeden Alters. Die Nationale Grippe-Impfungs- Gesellschaft (SNPG) behauptet, dass inzwischen etwa 3,5 Millionen Holländer ihre erste Dosis bekommen haben. Gleichzeitig hört man aus den Niederlanden, dass die Regierung fast 20 Millionen ihrer Impfdosen nun dem Ausland angebietet, nachdem zwei Kleinkinder nach Impfungen starben und die Hersteller es abgelehnt hatten, das "dubiose Zeug" zurückzunehmen. Ähnlichen Intentionen scheint man auch in Berlin nachzugehen, denn bisher hatte sich "Gott sei Dank" nur ein kleiner Teil der Deutschen impfen lassen. Sowie Deutschland und Holland sitzen nun schon seit Jahren auch viele andere Länder Europas auf Tamiflu und jetzt auch noch auf Pandremix und Co, Dank Osterhaus, Stöhr, La Roche, Schmidt usw.


Merkmale eines Virus- Psychopathen

Dr. Osterhaus sagte noch am Freitag zu den Arzneien, dass der Grippe-Impfstoff ausreichenden Schutz sogar gegen eine begrenzte Zahl von Mutationen biete. Woher er diese Erkenntnisse hat, liess er offen. Was ihn nun zum Haupverantwortlichen an der ganzen Vogel- und Schweinegrippe Hysterie macht sind nicht nur die ihm nachgewiesenen Geldempfänge von Impfstoff Herstellern, sondern sein entscheidender Druck und Einfluß auf die WHO, welcher zu dubiosen "Pandemie Ausrufungen" führte, Panik erzeugte und Milliarden verschlang. Seine Grippen, also die Mexikanische und Asiatische, wie sie in Holland heissen, gibt es zumindest nicht in der Form und möglichen Auswirkung wie er es von Anfang an beschreibt oder suggeriert. Schon bei seinem Interview mit der Süddeutschen im Jahre 2005 zeigt er in seinen Aussagen und Verhalten Merkmale eines Virus- Psychopathen, der von einer ungeheuren Geltungs- und Bestätigungssucht angetrieben wird. Eine möglich wahre Gefahr für die Menschheit und viel bedrohlicher als seine neuen Viren.


Die Welt an der Nase rumgeführt

Die Pandemie- Stufe sechs wurde ausgelöst, um die Herstellung von Impfstoffen zu rechtfertigen, ohne Berücksichtigung der ersten Ergebnisse über die niedrige Sterblichkeit des Virus. Die Unterstützung der Pharma- Industrie war das eigentliche Motiv dieser Entscheidung. Dann gab es Absprachen zwischen Labors und Experten um die Menschheit vor einer angeblich realen Bedrohung zu schützen. Die Ergebnisse dieser Absprachen leitete das WHO dann offiziell an die Regierungen der Welt weiter, was in Polen mit Zurückhaltung aufgenommen wurde, aber z. B. in Deutschland, Holland, Österreich und Frankreich eifrig begrüsst wurde und zu den bekannten und vermeidbaren Schritten und Opfern führte. Ab Osterhaus hat es auch geschafft die Welt an der Nase rumzuführen mit seinen A-H- Viren von Vogel zu Mensch, Schwein zu Mensch und umgekehrt. Das was man heute als Schweine- oder Vogelgrippe bezeichnet gibt es schon seit Menschengedenken. Viren mutieren häufig, das brachte den Holländer wahrscheinlich erst einmal auf die Idee Pate von neuen Grippen zu reden.


Die Strategie mit der "Spanischen Grippe"

Zu den ersten Merkmalen eines gigantischen Betruges um die angeblich neuen Grippen zählte, dass die WHO nach dem angeblichen Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko die Vorschriften zur Ausrufung von Pandemiestufen einseitig und heimlich zum Vorteil der Pharma- Industrie änderte. Der schweizer Konzern "La Roche" zog fast zeitgleich mit und hob den Gültigkeitszeitraum von Tamiflu gleich um einige Jahre an. Unternehmer Osterhaus viroclinics.com als Berater der niederländischen und britischen Regierung, der EU Arzneimittelbehörde, des WHO usw., übernahm dann, wie beim Ausbruch der Vogelgrippe, sofort wieder die Public-Relations Abteilung der Grippe- Mafia. Seine Strategie: Glaubhafte Parallelen des Influenza-A Virus zu den asiatischen und der Spanischen Grippe zu verkaufen: "Die letzte Pandemie verursachte bis zu Einhundert- Millionen Todesfälle". Der Pandemrix Hersteller "GlaxoSmithKline" kann ihnen noch viel mehr über sein Verkaufstalent Ab Osterhaus erzählen, denn er hatte es sogar zuletzt geschafft den alteingesessenen Sir Roy Anderson, ebenfalls Berater der Regierung in London, bei der Höhe der GSK Zuwendungen auszustechen.


"Ich bin Opfer einer Lobby von Unbelehrbaren"

Albertus Dominicus Marcellinus Erasmus Osterhaus, alias Dr. FLU, geb. am 2. Juni 1948, hat am letzten Donnerstag erstmals auf die gegen ihn durch Medien und Behörden erhobenen Vorwürfe reagiert, nachdem auch in der niederländischen Zeitung "Financieele Dagblad" wegen seiner Präsidentschaft in einer von der Pharma- Industrie gesponserten Gesellschaft berichtet wurde. Er versucht natürlich die Wogen zu glätten und bezeichnete sich als Opfer einer Lobby von Unbelehrbaren., aber es sieht, zumindest was seine Verbindungen mit der Pharma- Industrie betrifft, nicht sehr gut für ihn aus. "Seine SARS war Unsinn. Seine Vogelgrippe auch. Große Teile der Welt sind auch nicht in Gefahr. Alles Schauer- Geschichten, er ist eine "Pharma- Hure" und nun hat er schon dreimal bewiesen, dass er notorisch unzuverlässig ist. Wir haben es mit einem korrupten Scharlatan zu tun, der eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Pandemien spielt" - liest man z. B. in diesen Tagen in holländischen Tageszeitungs- Kommentaren.


Nicht mehr impfen lassen

"Polskaweb News" wird Sie weiterhin über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. Lassen Sie sich derweil bitte nicht mehr impfen, sondern fordern Sie vorab von Ihrer Regierung Aufklärung auf höchstem Niveau über sämtliche Hintergründe dieser fast unglaublichen Ereignisse um die angeblich "neuen Grippen" aus der Influenza Serie A-H. Sie alle haben diesen Wahnsinn und die Verbrecher die dahinter stecken finanziert. Und noch ist kein Ende des Raubes abzusehen, denn bald werden auch Krankenkassen und Versicherungen in diesem Zusammenhang ihre Beiträge erhöhen und wieder einmal sind Sie das Opfer. Diejenigen welche möglicherweise durch die Schweinegrippe- Impfungen geschädigt wurden, sowie Angehörige von Menschen die nach den Impfungen sogar starben, sei geraten sich einen gemeinsamen Anwalt zu nehmen. Wir halten einen Zusammenhang mit den Impfstoffen für keinesfalls ausgeschlossen. Durch die Meldungen von Polskaweb, sowie der dänischen Tagezeitung "Information", ist nun mehr Bewegung in die Recherche um diesen gigantischen Skandal gekommen. Inzwischen berichten viele Medien über Osterhaus, Pharma-Lobby, WHO und Co.

Quelle: Polskaweb News

Dramatischer Appell führender Forscher zum Klimagipfel

Nebst diesem Apell gibt es noch andere Meinungen über das Thema Erderwärmung. So appellieren über 1000 Wissenschaftler in den USA an die Politiker genau das Gegenteil. Sie sprechen von einer Hoax. Wir werden vermutlich erst in 50 Jahren erleben was richtig war,- wenn wir es erleben. GZ

Die Gegendarstellung: Lüge Klimaerwärmung

Der letzte wissenschaftliche Aufruf 

Vor dem Kopenhagener Klimagipfel 2009 richten führende Forscher einen dramatischen Appell an die Teilnehmerstaaten zur Einigung auf ein Klimaschutzabkommen. "Dies ist der letzte wissenschaftliche Aufruf an die Unterhändler von 192 Staaten, den Klimaschutz-Zug in Kopenhagen nicht zu verpassen", erklärte Klima-Experte Hans Joachim Schellnhuber. Die USA wollen beim Gipfel offenbar klare Zielmarken zur Treibhausgas-Minderung vorlegen. Diesen Artikel weiter lesen

Im Kampf gegen die Erderwärmung müsse der Treibhausgas-Ausstoß bis 2100 gegen Null gehen, forderten Schellnhuber - der Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) - und rund zwei Dutzend seiner internationalen Kollegen. Die Wissenschaftler stellten ihre "Kopenhagen-Diagnose" zum Stand der Klimawandel-Forschung vor: Demnach müssten die Klimagas-Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben und dann rapide sinken. Nur so ließen sich die ärgsten Folgen der Erderwärmung verhindern. Die Klima-Unterhändler "müssen die ganze Wahrheit über die globale Erwärmung und die damit verbundenen, nie dagewesenen Risiken kennen", mahnte Schellnhuber.

Den Wissenschaftlern zufolge werden einige Aspekte der Erderwärmung früher oder heftiger eintreten als zuvor prognostiziert. So könnte die weltweite Durchschnittstemperatur bis 2100 um bis zu sieben Grad steigen, wenn der CO2-Ausstoß nicht drastisch gesenkt wird. Bis 2050 müssten den Forschern zufolge die jährlichen Pro-Kopf-Emissionen an CO2 auf unter eine Tonne sinken - das wären 80 bis 95 Prozent weniger als der Pro-Kopf-Ausstoß in den Industrieländern im Jahr 2000.

Würde der Welt ein Budget an Klimagas-Emissionen zur Verfügung gestellt, um die Erderwärmung langfristig auf zwei Grad zu begrenzen, blieben nach den Prognosen der Forscher für die Jahre 2010 bis 2050 noch rund 650 Milliarden Tonnen an möglichem CO2-Ausstoß. Werde weiter soviel CO2 wie bisher in die Luft geblasen, würde dieses Budget nur noch für maximal zwanzig Jahre reichen.

Die Chancen auf ein rechtsverbindliches Klimaabkommen in Kopenhagen gelten als gering, stattdessen könnten sich die Teilnehmer auf eine politische Rahmenvereinbarung verständigen. Das geltende Klimaschutz-Protokoll von Kyoto läuft 2012 aus.

Die USA arbeiten an einem eigenen Klimaschutzgesetz. Wegen des innenpolitischen Widerstands gilt es aber als ausgeschlossen, dass der US-Senat den Gesetzentwurf vor dem Gipfel verabschiedet.

Das LHC surrt wieder

Durch den Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Forschungszentrum zirkulieren wieder Partikel. Am gestrigen Freitag um zehn Uhr abends gelang es, den im Uhrzeigersinn umlaufenden Strahl vollständig in den Beschleunigerring einzufädeln. So weit waren die Physiker auch schon vor über einem Jahr, bevor ein defektes Bauteil umfangreiche Reparaturen erforderlich machte.

Der LHC ist der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Ab 2010 sollen zwei entgegengesetzt umlaufende Partikelstrahlen zur Kollision gebracht werden. Aus der Beobachtung dieser Experimente erhoffen sich Physiker unter anderem den Nachweis des Higgs-Bosons, das vom Standardmodell der Teilchenphysik vorhergesagt wird, oder die Entdeckung anderer Mechanismen, die zu einem Modell ohne Higgs-Boson führen könnten.

Supraleiter könnte Verkehrsmittel revolutionieren, wenn ...

Statt über Strassen zu brettern oder über Schienen zu rattern, könnten die Fahrzeuge der Zukunft über dem Boden schweben. Mit supraleitenden Materialien scheint die Vision zum Greifen nahe. Physiker der Uni Zürich erforschen die Grundlagen dieser Phänomene.

Ein Zug schwebt durch die Luft.

Eiskalt ist er, eine dünne Eisschicht überzieht Lokomotive und Wagen. Wie von Zauberhand dreht er seine Runden. Die Modellbahn der Universität Zürich schwebt wie von selbst über einer magnetischen Schiene, dank der Supraleitung, wie einem Artikel der UZH News der Universität Zürich entnommen werden kann. Supraleitende Materialien weisen eine faszinierende Eigenschaften auf: Magnetfelder können sie nur bedingt durchdringen, deshalb kann ein supraleitender Gegenstand über einem Magnetfeld schweben, heisst es im Artikel weiter. Eine Gruppe um Hugo Keller, Professor für Experimentalphysik an der Universität Zürich, realisierte eine Magnetschwebebahn in Miniaturformat: In die Waggons ist ein neuartiges Material eingebaut, das mit flüssigem Stickstoff gekühlt zum Supraleiter wird. In die Fahrbahn wiederum sind Permanentmagnete eingebettet, die stark genug sind, um das Schweben zu ermöglichen. Für die Beschleunigung des Schwebezuges sorgt ein Druckluftgebläse, so UZH News.

Seit der Entdeckung der Supraleitung vor fast 100 Jahren suchen Forscher nach Materialien, bei welchen der Effekt der Supraleitung auch bei höheren Temperaturen oder gar bei Raumtemperatur eintritt. Erst 1986 entdeckten J. Georg Bednorz und K. Alex Müller, Honorarprofessor an der Universitat Zürich, die Supraleitung bei -240°C in einer interessanten Materialgruppe: «Kuprate», das sind Keramiken aus Kupferoxiden – damit begründeten sie die so genannte Hochtemperatur-Supraleitung. Für diese bahnbrechende Entdeckung erhielten sie den Nobelpreis. Heute bekannte Kuprate sind bereits bei -138°C supraleitend. Hugo Keller und seine Forschungsgruppe bemühen sich um das prinzipielle Verständnis dieses Phänomens. «Wir betreiben Grundlagenforschung», sagt Keller gegenüber UZH News. In den Laborräumen der Physiker wird viel getüftelt: zum Beispiel an Experimenten mit Supraleitern in unterschiedlich starken Magnetfeldern. Das ist deshalb relevant, weil die Hochtemperatur-Supraleitung bei sehr hohen Magnetfeldstärken zusammenbricht. Auch elektrische Felder können den supraleitenden Effekt beeinträchtigen.

Temperatur als Knackpunkt

Damit Supraleiter flächendeckend eingesetzt werden könnten, müssten sie bei Umgebungstemperatur arbeiten können. Derzeit funktionieren sie aber erst bei Temperaturen unter -138°C, und die Physiker sind auf der Suche nach Materialien, die auch bei höheren Temperaturen noch supraleitend sind. Auf die Frage, wann der erste Supraleiter bei Raumtemperatur entdeckt wird, zuckt Hugo Keller mit den Schultern: «Der kann bereits übermorgen gefunden werden. Oder niemals.» Falls er jedoch entdeckt würde, käme es einer Sensation gleich und würde alles revolutionieren: Energietransfer im Stromnetz ohne Leitungsverluste, supraleitende und damit reibungsfreie Magnetlager, kompakte Elektromotoren aus Supraleiterspulen – der Phantasie sind fast keine Schranken gesetzt. Und dem Entdecker wäre der Nobelpreis gewiss, schreibt UZH News weiter. Quelle: zo

Indien hat Arsen im Reis

Eine Studie der ETH Zürich fördert Bedenkliches zu Tage. Die Menschen in diesen Ländern sind auf ihre Haupternährung angewiesen wie wir auf unsere. Der Unterschied,- sie können aufgrund ihrer Armut häufig nicht ausweichen. Reis ist in den Asiatischen Ländern die Nummer 1 unter den Nahrungsmitteln. Das Dorf Sreenagar liegt etwa 30 Kilometer südlich von Dhaka, der Hauptstadt Bangladeshs. Es ist quasi das Freiluftlabor des Eidgenössischen Wasserforschungsinstituts Eawag. Zusammen mit Bodenchemikern der ETH und einheimischen Wissenschaftlern untersuchen die Dübendorfer Forscher seit einigen Jahren, wie stark Reisfelder mit Arsen belastet sind. 

Das Grundwasser in Sreenagar ist hochgradig verseucht. «Es enthält häufig gegen 400 Mikrogramm Arsen pro Liter», sagt Eawag-Forscher Stephan Hug. Damit liegt die Konzentration etwa 40-mal über dem Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Bauern bewässern ihre Reisfelder durchschnittlich zwanzigmal in den ersten Monaten des Jahres mit Grundwasser. Experten schätzen, dass in Bangladesh jedes Jahr 1000 Tonnen Arsen in die fruchtbaren Böden gelangen.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Arsenkonzentration nahe der Bewässerungskanäle hoch ist und mit der Entfernung deutlich abnimmt. Ein grosser Teil des Arsens bindet sich an die Mineralien der obersten Bodenschicht. Während des Monsunregens wird jeweils ein Teil ausgewaschen. Trotzdem, so schätzen die Forscher, haben die Böden der Reisfelder in den letzten 15 Jahren reichlich Arsen gespeichert.
Noch prekärer sei es in Regionen, wo mehrmals im Jahr Reis geerntet werde und der Monsun schwach sei. China mit Toleranzwert Verschiedene Studien zeigen, dass der Arsengehalt im Reis steigt, wo die Bauern mit arsenhaltigem Wasser bewässern. Manche Wissenschaftler sehen deshalb im verseuchten Reis ein grösseres Problem als im vergifteten Trinkwasser, weil die Konsequenzen nicht nur ein lokales, sondern ein globales Ausmass erreichen können.

Für drei Milliarden Menschen vor allem in Asien ist Reis das wichtigste Nahrungsmittel. Andere Experten rela-tivieren hingegen. Noch gebe es keine Daten, die einen Zusammenhang zwischen Reis und Krebsfällen aufzeigten. China hat trotzdem reagiert. Es gehört zu einer Hand voll Ländern, die den Arsengehalt in Nahrungsmitteln regulieren. So hat der Staat den Toleranzwert von 700 auf 150 Mikrogramm Arsen pro Kilogramm Reis gesenkt. 

In Europa und den USA gibt es keine verbindlichen Grenzwerte. Wissenschaftler des Instituts für Umwelt-wissenschaften in Peking berichten, der Arsengehalt im Reis müsste sogar unter 50 Mikrogramm pro Kilogramm sein, um das Krebsrisiko so tief wie möglich zu halten. Sie gehen dabei von einem täglichen Reiskonsum von 200 Gramm aus, wie das in asiatischen Ländern meistens der Fall ist. Weltweite Studien würden zeigen, dass dieser Wert selten eingehalten werde. Für Aufsehen sorgte im April ein Forscherteam der britischen Universität Aberdeen: Sie stellten hohe Arsengehalte in Reisporridge für Säuglinge fest, der in britischen Supermärkten verkauft wurde. In einem Drittel der Proben lag die Konzentration über dem Grenzwert Chinas.

Mögliche Massnahmen gibt es einige.  Die einen Experten schlagen vor, vermehrt Hochlandreis zu produzieren, der auf trockenen Böden wächst und im Gegensatz zu den bewässerten Reisfeldern im Tiefland weit weniger Arsen aufnimmt. Auch gentechnische Lösungen bieten sich an. In der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins «PNAS» zeigen Biologen auf, wie bestimmte Proteine für die Arsenaufnahme verantwortlich sind. Doch wo die Anbaupraxis verändert werden soll, stellt sich stets die Frage, welche Argumente die armen Bauern in Bangladesh überzeugen: Ein mögliches Krebsrisiko steht einem vollen Bauch gegenüber. «Es gibt in Sreenagar weniger Menschen als in anderen Gebieten, die äusserlich sichtbar Vergiftungssymptome zeigen, obwohl die Arsenkonzentration im Trinkwasser hoch ist», sagt Eawag-Forscher Stephan Hug. Ein möglicher Grund: Die Dorfbewohner sind besser ernährt, mit weniger Mangel an Folsäure, Selen und Vitaminen. Keine Symptome heisst aber nicht, dass sich der Krebs nicht schon im Körper ausgebreitet hat.
Science, Bd. 321, S. 184 PNAS online, 14. Juli 2008

Erbgut des Neandertalers erforscht

Deutsche Forscher präsentierten eine erste Version des kompletten Neandertaler-Erbguts. Durch die Entnahme kleiner Knochenteile, konnte das Erbgut der Neandertaler erforscht werden.

Neandertaler waren die nächsten Verwandten der heutigen Menschen. Sie lebten in Europa und Teilen Asiens, bevor sie vor etwa 30 000 Jahren ausstarben. Deutsche Forscher haben nun eine erste Version des gesamten Neandertaler-Erbguts präsentiert. Zusammen mit einer US-Firma sequenzierten sie dafür insgesamt mehr als drei Milliarden Basen Neandertaler-DNA. Daraus lasse sich mehr als 60 Prozent des Erbguts dieses Urmenschen erstellen, teilte das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig mit.

«Diese Sequenzen können nun mit den bereits sequenzierten Genomen von Menschen und Schimpansen verglichen werden», sagte der Genetiker Svante Pääbo. Mit ihren Forschungen wollen die Wissenschaftler der Frage auf die Spur kommen, ob und wie das Erbgut der Neandertaler von dem des modernen Menschen abweicht. Und: Welche genetischen Veränderungen haben zur Entwicklung des Homo sapiens geführt und ihn vor 100'000 Jahren befähigt, sich von Afrika ausgehend über die ganze Welt zu verbreiten?

Das Gen-Material stammt von Neandertaler-Knochen, die in Kroatien, Spanien und Russland entdeckt wurden. Ausserdem steuerte das Landesmuseum in Bonn eine Probe von dem 40'000 Jahre alten Skelett bei, das 1856 im Neandertal östlich von Düsseldorf gefunden wurde und dem Neandertaler seinen Namen gab.

DNA-Verunreinigung verhindert

Die Arbeiten erfolgten unter Reinstraumbedingungen, um sicherzustellen, dass das Material nicht mit DNA heutiger Menschen vermischt wird. Die GenomVersion konnte schliesslich aus weniger als einem halben Gramm Knochen erzeugt werden. Eine weitere Schwierigkeit betraf altersbedingte chemische Veränderungen des Neandertaler-Genoms.

Mittels aufwendigen Studien fanden die Forscher heraus, dass Veränderungen der DNA in den Fossilien vor allem in einer der Basen entsteht. Mit diesem Wissen konnten sie die DNA-Fragmente des Neandertalers besser von jenem von Mikroorganismen unterscheiden, die über die Jahrtausende in die Knochen eindrangen.

Die Forscher wollen künftig verschiedene Gene untersuchen, etwa das Gen FOXP2, dessen eine Variante «möglicherweise massgeblich» zur Sprachfähigkeit des modernen Menschen beigetragen hat. Ausserdem werden zwei andere Gene untersucht, die mit der Alterung und Entwicklung des Gehirns zusammenhängen. Beim modernen Menschen finden sich Varianten dieser beiden Gene, die uns möglicherweise von Neandertalern ver­erbt wurden. «Erste Ergebnisse deuten aber darauf hin, dass Neandertaler – wenn überhaupt – nur einen sehr geringen Anteil zu der beim heutigen Menschen gefundenen Varianz beigetragen haben», sagte Svante Pääbo. 

Prähistorisches Viagra auf Mammut-Friedhof entdeckt

Russische Wissenschaftler berichten von einem rätselhaften Bakterium aus der sibirischen Kälte. Laut Versuchen soll es das Leben verlängern, die Vitalität erhöhen und den sexuellen Appetit steigern.

Die Untersuchungen wurden laut den Forschern an einem Bakterium durchgeführt, das in der Region Jakutien in Sibirien gefunden wurde – in der Nähe eines eisigen Ortes, der wegen Funden von Mammut-Überresten bekannt geworden ist. Seit Jahren arbeiten dort Fachleute aus Russland, den USA und Japan daran, das Erbgut der legendären Tierart zu entschlüsseln.

Wie die britische Zeitung «Daily Mail» in ihrer Online-Ausgabe berichtete, stiessen die Wissenschaftler im Permafrost des Bodens auf das Bakterium, dessen Eigenschaften sie verblüffte. «Wir haben einen Teil der DNA dekodiert», zitierte die Zeitung Anatoli Broushkov von der Universität in der sibirischen Stadt Tyumen, «die vorläufigen Resultate bestätigten, dass so ein Bakterium weltweit noch nie gefunden wurde.»


Tierversuche mit Hilfe des Bakteriums 

In Tierversuchen zeigte sich laut dem Forscher, dass «einfache Organismen wie Fruchtfliegen oder Mäuse länger leben», nachdem sie mit einem «Extrakt» aus Kulturen des altertümlichen Bakteriums «geimpft» worden seien. Wie seine Mitarbeiterin Vera Samsonova laut dem Bericht weiter sagte, hätten ältere Mäuse nach dieser Behandlung eine stärkere physische und sexuelle Aktivität gezeigt, weshalb das Bakterium rasch den Spitznamen «Prähistorisches Viagra» bekam.

Ob weitere Arbeiten diese Resultate bestätigen werden, bleibt freilich abzuwarten. Zwar träumen die Wissenschaftler bereits von einer Medizin, mit der sich in Zukunft auch die Vitalität von Menschen steigern lassen könnte. Gleichwohl schränkten sie gegenüber der «Daily Mail» die Bedeutung ihrer Entdeckung angesichts des frühen Forschungsstandes sicherheitshalber ein. Eine Unsterblichkeitslotion, so Anatoli Broushkov, könne man leider nicht versprechen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)  Von Norbert Raabe.


Wir sind schon zu viele auf diesem Planeten

Wie auf www.infowars zu lesen, bestehen tatsächlich Pläne die Population der Erde zu reduzieren. Wie das Umgesetzt werden soll,- wir werden sehen! Die Übersetzung stammt vom Artikel der Online Zeitung ONE Planet von BBC. Bleibt zu hoffen dass nicht Grippe, und andere Viren "versehentlich" aus Labors entwischen. gz

Eine der einflussreichsten Wissenschaftlerinnen in der US-Regierung sagte, dass die Bevölkerung der Erde die “Grenzen der Tragfähigkeit” des Planeten bereits überschritten hätte. Dr. Nina Fedoroff, die Wissenschafts- und Technologieberaterin der Außenministerin Hillary Clinton, berichtete dem “One Planet”- Programm der BBC, “dass es wahrscheinlich schon zu viele Menschen auf diesem Planeten gibt”. Fedoroff sagte: “Wir müssen weiterhin die globale Wachstumsrate verringern; der Planet kann keine zusätzlichen Menschen aushalten.”

Fedoroff, die Preisträgerin der Nationalen Medaille der Wissenschaft (Amerikas höchste Wissenschaftliche Auszeichnung) ist, hält seit 2007 die Position als Regierungsberaterin und hat vorher mit Condoleezza Rice zusam-mengearbeitet. Die Professorin der Molekularbiologie befürwortete außerdem auch die weitverbreitete Einführung von genmanipulierten Nahrungsmitteln und verurteilt jene Leute, die Kritik an den unbekannten Effekten der Genmanipulation üben.

“Wir würden ja auch nicht zu unserem Arzt gehen und sagen: Behandeln sie mich so wie es im 19. Jahrhundert üblich war. Aber bei der Nahrungsmittelproduktion verlangen wir so etwas.”

Fedoroff´s Kommentare spiegeln die Ansichten von anderen prominenten Wissenschaftlern wieder, die sich für eine “nachhaltige” Agenda einsetzen, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Erdbevölkerung vorsieht.

Die Illuminaten (Wahrheit und Verschwörung)

 Der Professor für Kirchenrecht und praktische Philosophie an der Universität Ingolstadt, Adam Weishaupt (1748–1830), gründete am 1. Mai 1776 mit zwei seiner Studenten den Bund der Perfektibilisten (von lateinisch perfectibilis: zur Vervollkommnung befähigt). Als Symbol des Bundes wählt Weishaupt die Eule der Minerva, der römischen Göttin der Weisheit.

Hintergrund war das intellektuelle Klima an der Universität, das fast vollständig von ehemaligen Jesuiten beherrscht wurde, deren Orden 1773 aufgehoben worden war. Der erst achtundzwanzigjährige Weishaupt war der einzige Professor in Ingolstadt ohne jesuitische Vergangenheit und dementsprechend isoliert im Lehrkörper, was auch an seiner Begeisterung für die Ideen der Aufklärung lag. Um seinen Schülern Schutz vor jesuitischen Intrigen zu bieten, die er allerorten vermutete, vor allem aber, um ihnen Zugang zu zeitgenössischer kirchenkritischer Literatur zu gewähren, gründete er den geheimen Weisheitsbund, der in seiner Anfangszeit nicht mehr als ein antiklerikaler Lesezirkel von höchstens zwanzig Mitgliedern war. Darüber hinaus sah Weishaupt im Orden der Gold- und Rosenkreuzer, eines mystisch-spiritualistischen Ordens innerhalb der Freimaurerei, ein immer stärker werdendes Übel, das es zu bekämpfen galt. Weishaupt berichtete über den Anlass der Gründung seiner Gesellschaft in seiner Schrift Pythagoras oder Betrachtungen über die geheime Welt- und Regierungskunst:[1]

Zwei Umstände aber gaben vollens Ausschlag. Zu eben dieser Zeit 1776 hatte ein Offizier, Namens Ecker, in Burg-hausen eine Loge errichtet, welche auf Alchemie ging und sich gewaltig zu verbreiten anfing. Ein Mitglied dieser Loge kam nach Ingolstadt, um dort zu werben und die Fähigsten unter den Studierenden auszuheben. Seine Auswahl fiel zum Unglück gerade auf Diejenigen, auf welche auch ich mein Auge geworfen hatte. Der Gedanke, so hoffnungsvolle Jünglinge auf diese Art verloren zu haben, sich auch überdies mit der verderblichen Seuche, mit dem Hang zur Goldmacherei und ähnlichen Torheiten angesteckt zu sehen, war für mich quälend und unterträglich. Ich ging darüber mit einem jungen Mann, auf welchen ich das meiste Vertrauen gesetzt hatte, zu Rate. Dieser ermunterte mich, meinen Einfluß auf die Studierenden zu benutzen und diesem Unwesen durch ein wirksames Gegenmittel, durch Errichtung einer Gesellschaft, so viel als möglich zu steuern […].“

Einen ersten Aufschwung nahm der Orden, als er 1778 von Weishaupts ehemaligem Schüler, dem späteren Regierungspräsidenten der Pfalz Franz Xaver von Zwack reorganisiert wurde. Weishaupt schlug als neuen Namen Bienenorden vor, weil ihm vorschwebte, dass die Mitglieder unter der Leitung einer Bienenkönigin den Nektar der Weisheit sammeln sollten, doch entschied man sich für Bund der Illuminaten und schließlich Illuminatenorden. Aus dem Weisheitsbund wurde nun ein geheimer Orden, der die jesuitischen Spuren seines organisatorischen Vorbilds nicht verleugnen konnte.


Kurze Blüte

Eine weitere Umorganisation erfolgte 1780 nach dem Beitritt des niedersächsischen Adligen Adolph Freiherr Knigge. Dieser gab dem Orden, der zu dieser Zeit nach Weishaupts eigenem Eingeständnis „eigentlich noch gar nicht, sondern nur in seinem Kopfe“ existierte, 1782 eine den Freimaurerlogen ähnliche Struktur, über der ein so genannter Areopag mit Weishaupt, Knigge, und anderen die Führung des Ordens innehatte. Mit dieser neuen Organisation, die unten näher erläutert wird, gelang es den Illuminaten, zahlreiche Freimaurer anzuwerben und ganze Logen zu unterwandern.

Hintergrund war die Krise, in die die deutsche Freimaurerei in ihren Hochgraden nach 1776 mit dem Zusammenbruch der Strikten Observanz geraten war. Mit dieser eher unpolitisch-romantisierenden Bewegung, die behauptete, in der Nachfolge des 1312 aufgehobenen Templerordens zu stehen, war es Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau gelungen, die deutschen Logen unter seiner Führung anzuwerben. Er hatte jahrelang behauptet, er stünde in Kontakt mit „Unbekannten Oberen“, die ihn in das tiefste Geheimnis der Freimaurerei eingeweiht hätten. Als sich nach von Hunds Tod 1776 aber keinerlei „Geheime Obere“ meldeten, war die Ratlosigkeit in den Logen groß. Auf dem großen Freimaurer-Konvent der Strikten Observanz, der vom 16. Juli bis 1. September 1782 in Wilhelmsbad tagte, konnten Knigge und der zweite illuminatische Vertreter, Franz Dietrich von Ditfurth, ein ausgesprochener Radikalaufklärer, die Meinungsführerschaft für ihren Orden gewinnen. Das Templersystem wurde aufgegeben, der Orden der Gold- und Rosenkreuzer, der sich seinerseits bemühte, die Strikte Observanz zu beerben, blieb in der Minderheit. Es gelang den beiden Illuminaten sogar, mit Johann Christoph Bode einen der führenden Vertreter der Strikten Observanz zu gewinnen.

Krise und Verbot

In der Folge wuchs die Mitgliederzahl rasch an, doch dieser Erfolg war gleichzeitig der Anfang vom Ende: Knigge sah seine Leistungen in der Verbreitung des Ordens nicht honoriert und drohte in Briefen, er werde dessen Geheimnisse an Jesuiten und Rosenkreuzer verraten. Damit verstärkte er aber nur das Misstrauen Weishaupts, dem es erhebliche Sorgen bereitete, dass mit den Prinzen Karl von Hessen und Ferdinand von Braunschweig sowie den Herzögen Ernst von Sachsen-Gotha und Carl August von Sachsen-Weimar Vertreter der absolutistischen Obrigkeit von Knigge und dem ebenfalls sehr umtriebigen Bode in den Orden gebracht worden waren. Dieses Misstrauen war nicht unberechtigt, denn Carl August und sein Geheimrat Goethe waren nur beigetreten, um den Orden auszuforschen.

In der Folge spitzte sich der Dissens zwischen Weishaupt und seinem fähigsten Mann derart zu, dass der Orden zu zerbrechen drohte. Im Februar 1784 wurde daher ein „Congress“ genanntes Schiedsgericht in Weimar einberufen. Für Knigge überraschend urteilte der Congress, an dem unter anderem auch Goethe, Johann Gottfried Herder und Herzog Ernst von Sachsen-Gotha beteiligt waren, es müsse ein gänzlich neuer Areopag gebildet werden. Es sollten beide führenden Persönlichkeiten des Ordens ihre Machtpositionen aufgeben. Dies schien ein tragbarer Kompromiss zu sein. Da aber absehbar war, dass der Ordensgründer auch ohne formalen Vorsitz im Areopag weiterhin einflussreich bleiben würde, bedeutete es eine klare Niederlage für Knigge. Es wurde Stillschweigen und Rückgabe aller Papiere vereinbart und am 1. Juli 1784 verließ Knigge den Illuminatenorden. Er wandte sich in der Folgezeit von der „Mode-Thorheit“ ab, die Welt durch geheime Gesellschaften verbessern zu wollen. Weishaupt seinerseits gab die Leitung des Ordens an Johann Martin Graf zu Stolberg-Roßla ab.

In Mitten der internen Streitereien hatten Geheimbünde die Aufmerksamkeit der bayrischen Obrigkeit auf sich gezogen. Ihnen waren die Ziele von aufklärerisch gesinnten Geheimorden suspekt, richteten sie sich doch darauf, die überkommene spätfeudale Ordnung zu verändern, ja durch Unterwanderung der öffentlichen Ämter einen "Vernunftstaat" zu errichten. [2] Konsequent wurden am 22. Juni 1784 alle „Communitäten, Gesellschaften und Verbindungen“ durch den bayerischen Kurfürst Karl Theodor verboten, die ohne seine „landesherrliche Bestätigung“ gegründet worden waren.

Am 2. März 1785 folgte auf Druck von Pater Frank, Kanzler Freiherr von Kreitmayer, dem Rosenkreuzer Freiherr von Törring und anderen Hofleuten ein weiteres Edikt, das Illuminaten und Freimaurer diesmal beim Namen nannte und als landesverräterisch und religionsfeindlich verbot. Es wurden bei Hausdurchsuchungen verschiedene Papiere des Ordens beschlagnahmt, die weitere Indizien für seine radikalen Ziele erbrachten. Papiere, die bei einem verstorbenen Kurier gefunden wurden, boten Aufschluss über die Namen einiger Mitglieder. Im selben Jahr erklärte auch Papst Pius VI. in zwei Briefen (vom 18. Juni und 12. November) an den Bischof von Freising die Mitgliedschaft im Orden als unvereinbar mit dem katholischen Glauben.

Die sich an die Verbote von 1784/85 anschließenden Verfolgungen der Ordensmitglieder hielten sich im Rahmen. Es kam zu Hausdurchsuchungen und Konfiskationen; einige Hofräte und Offiziere verloren ihre Anstellung, einige Ordensmitglieder wurden des Landes verwiesen, doch eingesperrt wurde keiner. [3] Weishaupt selbst, von dem man gar nicht wusste, dass er der Gründer des Ordens war, wurde verdächtigt, floh aber, als er den katholischen Glauben bekennen sollte, zuerst in die Freie Reichsstadt Regensburg, 1787 dann weiter nach Gotha, wo ihm Herzog Ernst eine Sinekure als Hofrat beschaffte.

Im April 1785 hatte Graf Stolberg-Roßla den Orden offiziell für suspendiert – also für einstweilig aufgehoben – erklärt. Diese Tatsache nutzte Bode dazu, den Bund weiter am Leben zu erhalten[4]. Er versuchte mit der Weimarer Minervalkirche und dem Orden der unsichtbaren Freunde Nachfolgeorganisationen ins Leben zu rufen, musste aber in dem scharf anti-illuminatischen Klima der Revolutionsjahre diese Bemühungen 1790 einstellen. In der Forschung wird allgemein angenommen, dass die Zerschlagung des Illuminatenordens erfolgreich war.

Am 16. August 1787 folgte ein drittes, noch schärferes Verbotsedikt, das die Rekrutierung von Mitgliedern für Freimaurer und Illuminaten gar unter Todesstrafe stellte. Es hielten sich also in Kreisen der Obrigkeit Gerüchte um ein Fortbestehen der Illuminati.

Die Veröffentlichungen lösten eine erste Illuminatenhysterie aus, überall witterte man nun die Umtriebe des radikalaufklärerischen Geheimbunds. Eine zweite, deutlich heftigere Welle dieser Hysterie setzte nach der Französischen Revolution ein, als die Furcht vor den Jakobinern mit der älteren vor den Illuminaten zu einer einzigen Angstphantasie verschmolz. In dieser Stimmung ließ der bayerische Staatsminister Montgelas – wiewohl selber ehemaliger Illuminat – gleich bei seinem Regierungsantritt 1799 und erneut 1804 alle geheimen Gesellschaften verbieten. Wie stark die deutsche Öffentlichkeit in den Jahren um die Französische Revolution von mysteriös-unheimlichen Geheim- und Initiationsgesellschaften fasziniert war, lässt sich an diversen literarischen Werken der Zeit ablesen, von Schillers Geisterseher (1787/89) über Jean Pauls Unsichtbare Loge (1793) bis zu Goethes Groß-Kophta (1792) und der geheimnisvollen Turmgesellschaft in Wilhelm Meisters Lehrjahre (1796).

Heute erinnert in Ingolstadt nur noch eine Gedenktafel an dem Gebäude, in dem sich der Versammlungssaal der Illuminaten befand, an den Orden. Das Gebäude befindet sich in der Theresienstraße 23 (früher Am Weinmarkt 298[5]) in der heutigen Fußgängerzone der Stadt.

Die Ziele

Der Illuminatenorden war ganz dem Weltbild der Aufklärung verpflichtet. Ziel war die Verbesserung und Vervollkommnung der Welt im Sinne von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und die Verbesserung und Vervollkommnung seiner Mitglieder (daher auch der alte Name Perfectibilisten). Weishaupt schrieb 1782 in seiner Rede an die neu aufzunehmenden Illuminatos dirigentes:

„Wer also allgemeine Freyheit einführen will, der verbreite allgemeine Aufklärung: aber Aufklärung heißt nicht Wort- sondern Sachkenntniß, ist nicht Kenntniß von abstracten, speculativen, theoretischen Kenntnissen, die den Geist aufblasen, aber das Herz um nichts bessern.“

Mittel, die Freiheit zu erlangen, war für Weishaupt also vor allem die Bildung, und zwar nicht nur das oftmals nur äußerliche Vermitteln von Wissen, sondern in erster Linie die Bildung des Herzens, die Sittlichkeit. Diese sollte den Einzelnen befähigen, sich selbst zu beherrschen, wodurch andere Formen der Beherrschung, namentlich der „Despotismus“ der absolutistischen Fürsten, aber auch der geistige Despotismus, den die katholische Kirche ausübe, überflüssig würden. Das „Sittenregiment“ sei also Voraussetzung und Weg zu einer freien und gleichen Gesellschaft ohne Fürsten und ohne Kirche – eine libertäre Utopie, die der des Anarchismus recht nahe kommt.

Anders als die militanten Anarchisten des 19. Jahrhunderts glaubten die Illuminaten jedoch, ihr Ziel einer herrschaftsfreien Gesellschaft gewaltlos erreichen zu können. Wie Weishaupt in der bereits zitierten Rede erläuterte, meinte er, die Geschichte selbst dabei auf seiner Seite zu haben: Unter Rückgriff auf zum Teil unorthodoxe christliche Denker wie etwa Joachim von Fiore legte er eine zyklische Geschichtsphilosophie von drei Weltzeitaltern dar: In der Kindheit der Menschheit habe es weder Herrschaft noch Eigentum noch Streben nach Macht gegeben. Das habe erst in der Jugendepoche Einzug gehalten, als die ersten Staaten entstanden wären, die aber nun mehr und mehr in den „Despotismus“ abgeglitten seien. Dieser selbst lasse aber die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies der Herrschaftslosigkeit entstehen: „Der Despotismus soll selbst das Mittel seyn, um […] den Weg zur Freyheit zu erleichtern“, schrieb Weishaupt in einer Ausarbeitung für die Mysterienklasse seines Ordens. In der Reifezeit des Menschengeschlechts werde der Despotismus dann durch die von ihm selbst ausgelöste Sehnsucht nach Freiheit durch Aufklärung und durch die von ihr gelehrte Selbstbeherrschung gewaltlos überwunden werden. Diese Aufklärung nun zu verbreiten und die Menschheit ins „Gelobte Land“ zurückzuführen, sei die Aufgabe „geheimer Weisheitsschulen“, für die Weishaupt eine ideelle Traditionslinie vom Urchristentum bis zur Freimaurerei behauptete. Zwar seien die Freimaurerlogen heute unpolitisch geworden, doch würden sie den Illuminaten als Maske dienen. Schließlich werde eine Zeit des Verfalls einen neuen Zyklus einleiten.

In diesem Geschichtsbild mischen sich mittelalterlicher Chiliasmus und neuzeitliche Utopie, vormoderne Prophezeiung einer erlösten Welt und moderne Prognose, wie diese durch eigenes Handeln zu erreichen sei. Weishaupt verknüpfte zwei gegenteilige Botschaften miteinander: Zum einen predigte er einen Quietismus, der die Ordensmitglieder von jeder Verantwortung für den Fortgang der Geschichte entlastete; zum anderen forderte er einen subversiven Aktivismus, der das bestehende Herrschaftssystem aktiv untergraben sollte. Welche von beiden Aspekten der wichtigere sei, ließ er in der Schwebe. Zum einen hieß es, man brauche nichts zu tun als abzuwarten, denn die Zeit der absolutistischen Despotie würden aus innerer Logik quasi von alleine zu Ende gehen. Auf der anderen Seite behauptete Weishaupt, die Illuminaten würden allein durch ihre Tätigkeit, ja durch ihr bloßes Vorhandensein, an der Aufhebung der Despotien mitwirken.

Die Abschaffung der absolutistischen Herrschaft sollte nun nicht auf dem Wege einer Revolution erfolgen, sondern mit den Mitteln der Personalpolitik: Man wollte immer mehr Schlüsselpositionen im absolutistischen Staat übernehmen, um diesen sukzessive in die eigene Gewalt zu bringen. Zu den letzten Stadien seiner Utopie, etwa ob und wie der Staat nach der Machtübernahme tatsächlich abgeschafft werden oder bloß durch die Illuminaten als quasi noch aufgeklärteren Absolutisten in vervollkommneter Weise ersetzt werden würde, machte Weishaupt keine Angaben.

Organisation

Die Illuminaten waren eine der zahlreichen Gesellschaften und Vereine, die kennzeichnend waren für die Herausbildung des modernen Phänomens der Öffentlichkeit während der Aufklärungszeit, wie sie Jürgen Habermas in seiner Studie Strukturwandel der Öffentlichkeit beschrieben hat. Während die vormoderne Ständegesellschaft sich entweder in der Kirche oder am Fürstenhof sozial reproduziert hatte, bestand nun in Lesegesellschaften, diversen Wohltätigkeitsvereinen (z. B. Hamburgs Patriotischer Gesellschaft), in Freimaurer- und Rosenkreuzerlogen oder eben in Geheimgesellschaften wie den Illuminaten die Möglichkeit, über die Standesgrenzen hinweg auf einem zumindest prinzipiell egalitären Niveau gesellig zusammenzukommen.

Im Unterschied zu den anderen Formen dieser neuen Geselligkeit aber hatten die Illuminaten ein explizit politisches Programm, wohingegen bei Freimaurern etwa konfessionelle, religiöse oder parteipolitische Streitgespräche bis heute unerwünscht sind. Auch bekennen sich Freimaurer zu ihrer Zugehörigkeit und sind deshalb, anders als die Illuminaten keine Geheimgesellschaft im eigentlichen Sinn. Die Illuminaten übernahmen zwar freimaurerische Strukturen wie die Loge und ein Gradsystem, doch gehörten sie der Freimaurerei nicht an. In den landesweiten Organisationen der Freimaurer, den Großlogen oder Groß-Orienten, arbeiteten sie nicht mit.

Um die Freimaurerei besser unterwandern zu können, gab Knigge bei seiner Ordensreform den Illuminaten eine an die Freimaurerei angelehnte Struktur mit phantasievoll betitelten Graden, von denen jeder ein eigenes Initiationsritual und eigene „Geheimnisse“ hatte, die dem Initianden offenbart wurden: Eine „Pflanzschule“, die Unerfahrene in das Logen- und Geheimbundwesen einführen sollte, bestand aus den Graden Novize, Minerval (abgeleitet von der römischen Göttin der Weisheit) und Illuminatus minor (lat. für geringerer Erleuchteter). Die an die Freimaurerei angelehnte „Maurerklasse“ enthielt die Grade Lehrling, Geselle, Meister, Illuminatus maior (lat. für älterer Erleuchteter) und Illuminatus regens (lat. für regierender Erleuchteter). Den Orden krönen sollte die „Mysterienklasse“, die aus den Graden Priester, Regent, Magus (lat. für Zauberer) und Rex (lat. für König) bestand. Die Vorschriften und Riten für diese Klasse wurden jedoch in der kurzen Zeit, die der Orden bestand, nicht ausgearbeitet.

Ebenfalls als werbewirksame Mystifikation erhielt jedes Ordensmitglied bei seiner Initiation einen Geheimnamen („nom de guerre“), der stets nicht-christlicher oder zumindest nicht-orthodoxer Herkunft war: Weishaupt selbst nannte sich bezeichnenderweise nach dem Anführer des antiken Sklavenaufstands Spartacus, Knigge war Philo, ein jüdischer Philosoph, und Goethe erhielt den Namen Abaris nach einem skythischen Magier. Auch in der Geografie gab es Geheimnamen (München hieß z. B. Athen, Tirol wurde zur Peloponnes, Frankfurt war Edessa und Ingolstadt Eleusis); ja selbst das Datum wurde nach einem neuen Geheimkalender mit persischen Monatsnamen angegeben, dessen Jahreszählung mit dem Jahr 632 begann.

Die Ordensnamen trugen zur Gleichheit unter den Illuminaten bei: Da sie sich in den ersten beiden Graden nur mit Ordensnamen kannten, konnten sie voneinander nicht wissen, wer nun adlig, wer bürgerlich, wer ein Universitätsprofessor, wer nur Schankwirt oder Student war. Darüber hinaus waren sie ein Teil des rigiden Bildungsprogramms, das der Orden seinen Mitgliedern auferlegte. Jeder Illuminat hatte sich nicht nur mit seinem Namenspatron geistig auseinanderzusetzen, er bekam auch von seinen Ordensvorgesetzten ein monatliches Lesequantum, in dem aufklärerische und deistische Werke mit aufsteigenden Graden eine immer größere Rolle spielten. Seine intellektuelle und sittliche Entwicklung hatte er obendrein tagebuchartig in so genannten Quibuslicet-Heften zu protokollieren (von lat.: quibus licet – wem es erlaubt ist [ergänze: dies zu lesen]). Wurden sie schlecht geführt oder enthielten sie nicht die vorgesehenen Fortschritte, antwortete der Ordensobere mit einem „Reprochen-Zettel“ (franz. reproche: Tadel).

Bei aller Gleichheit innerhalb der Grade war die Hierarchie zwischen verschiedenen Graden im Orden also sehr ausgeprägt. Dies zeigte sich schon an dem Eid, in dem jeder Initiand

„ewiges Stillschweigen in unverbrüchlicher Treue und Gehorsam allen Oberen und den Satzungen des Ordens.“ zu geloben hatte. Zur strengen Hierarchie kam noch verschärfend die esoterische Struktur des Ordens hinzu, das heißt, dass Neumitglieder über dessen wahre Ziele bewusst getäuscht wurden. In der „Pflanzschule“ wurde den Novizen noch bedeutet, es sei keineswegs das Ziel des Ordens, die weltlichen oder geistlichen Regierungen zu untergraben, sich der Herrschaft der Welt zu bemächtigen und so weiter. Haben sie sich unsere Gesellschaft unter diesem Gesichtspunkt vorgestellt, oder sind sie in dieser Erwartung hineingetreten, so haben sie sich gewaltig betrogen.“ Das war glatt gelogen. Im obersten Grad des Ordens sollte nämlich das „größte aller Geheimnisse“ offenbart werden „das so viel sehnlich gewünscht, so oft fruchtlos gesucht haben, [die] Kunst, Menschen zu regieren, zum Guten zu leiten […] und dann alles anzuführen, was den Menschen bishero Traum und nur den Aufgeklärtesten möglich schien.“


Reinhart Koselleck: Kritik und Krise

Das tiefste Arkanum der Illuminaten war also ihr eigenes moralisches Herrschaftssystem, das innerhalb des Ordens bereits praktiziert wurde, nun aber auch nach außen angewandt werden sollte.

Diese Täuschung und Gängelung der Mitglieder in den unteren Graden erregten schon bald auch innerhalb des Ordens Kritik. Sie waren Weishaupts Ziel geschuldet, das Individuum durch Anregung zur Selbsterziehung und durch verborgene Leitung zu perfektionieren. Voraussetzung dieser Verbesserung des einzelnen Menschen schien ihm die totale Kenntnis über alle seine Geheimnisse zu sein. Dies scheint er von seinen schärfsten Gegnern übernommen zu haben, nämlich den Jesuiten, mit ihrem Kadavergehorsam und ihrer behutsamen, aber umso wirkungsvolleren Menschenführung durch die Beichte. Überhaupt blieb der Orden, wie der Illuminatenforscher Agethen feststellte, seinen Gegnern in einer dialektischen Verschränkung verbunden: Um das Individuum von der geistigen und geistlichen Herrschaft der Kirche zu emanzipieren, wurden jesuitische Methoden der Gewissenserforschung angewandt; um den Siegeszug der Aufklärung und der Vernunft zu befördern, gab man ein Hochgradsystem und ein mystisches Brimborium, das an den schwärmerischen Irrationalismus der Rosenkreuzer gemahnte; und um die Menschheit schließlich aus dem Despotismus der Fürsten und Könige zu befreien, unterwarf man die Mitglieder einer nachgerade totalitären Kontrolle und Psychotechnik.


Die Mitglieder

Die Illuminaten hatten einigen Erfolg: Zu Beginn der 1780er Jahre kam der Orden in 70 verschiedenen Städten des Reichs auf 1500 bis 2000 Mitglieder, welche zu rund einem Drittel zugleich Freimaurer waren. Schwerpunkte waren Bayern und die thüringischen Kleinstaaten Weimar und Gotha; außerhalb des Reiches lassen sich Illuminaten nur in der Schweiz nachweisen.

Der Sozialhistoriker Eberhard Weis untersuchte stichprobenartig die Sozialstruktur des Ordens und kam zu folgendem Ergebnis: Rund ein Drittel seiner Mitglieder waren Adlige, immerhin 12 Prozent Geistliche. Fast 70 Prozent der Illuminaten hatten eine akademische Ausbildung, die Zahl der Handwerker lag mit fast 25 Prozent deutlich höher als die der Kaufleute, die mit unter 10 Prozent deutlich unterrepräsentiert waren. Die ganz überwiegende Mehrheit der Illuminaten mit fast 75 Prozent bestand aus Beamten, Offizieren und sonstigen Staatsdienern, was angesichts des Ordensziels, den absolutistischen Staat zu unterwandern, nicht verwundern kann. Weishaupt selbst gab 1787 stolz an, es sei dem Orden gelungen, mehr als ein Zehntel der höheren Beamtenschaft Bayerns zu stellen. Besonders deutlich war dieser Unterwanderungserfolg im bayrischen Zensurkollegium, das bis zum Einschreiten des Kurfürsten 1784 fast ausschließlich aus Illuminaten bestand. Dementsprechend war die Praxis der Behörde: Schriften von Ex-Jesuiten und andere gegenaufklärerische oder klerikale Schriften, ja sogar Gebetbücher wurden verboten, aufklärerische Literatur dagegen befördert.

Dieser vorübergehende Erfolg kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Illuminatenorden zum überwiegenden Teil aus durchaus zweitrangigen Akademikern bestand, die vielleicht gerade deshalb in den Orden strömten, weil sie sich von ihm Karrierechancen erhofften, eine Hoffnung, die durchaus mit Weishaupts Unterwanderungskonzept korrelierte. Diese Ziele waren neu aufgenommenen Mitgliedern freilich unbekannt. Sein eigentliches Ziel, nämlich die intellektuelle und politische Elite der Gesellschaft zu bilden, erreichte der Orden kaum. Von den erwähnten Ausnahmen abgesehen (Goethe, Herder, Knigge), blieben alle wirklich bedeutenden Vertreter der deutschen Spätaufklärung dem Orden entweder gänzlich fern (Schiller, Kant, Lessing, aber auch Lavater, um den sich Knigge lange vergeblich bemüht hatte) oder traten wie Friedrich Nicolai rasch aus Enttäuschung über die rigiden Strukturen innerhalb des Ordens wieder aus. Von einer realen Gefährdung des bayrischen Staates durch den „Bücherwurm Weishaupt und seine Kameraden, Utopisten im guten wie im lächerlichen Sinne“ konnte keine Rede sein, doch „die Herausforderung an die alten Mächte war freilich auch in dieser handzahmen Form noch zu stark“.[7]


Mythen und Verschwörungstheorien

Die Illuminatenhöhle bei Aigen (Salzburg) (siehe Schloss Aigen), ein Beispiel für die verklärte Sicht auf den Illuminatenorden im Sturm und Drang.

Bis heute wird in zahlreichen Verschwörungstheorien kolportiert, die Illuminaten hätten nach ihrem Verbot weiter bestanden und seien verantwortlich für eine Vielzahl von Erscheinungen, die von den Verbreitern solcher Mythen als unerfreulich beurteilt werden.

Einer recht großen Popularität erfreuen sich Verschwörungstheorien, nach denen die Illuminaten die Entstehung der USA beeinflusst haben sollen. Diese sind schon aufgrund der zeitlichen Abfolge (der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann bereits 1775, also vor der Gründung des Ordens) als unhaltbar zu erkennen.

Nicht zuletzt wurden die Illuminaten für die Französische Revolution verantwortlich gemacht. Dieser folgenreiche Verdacht wurde zuerst 1791 von dem französischen Priester Jacques François Lefranc in seinem Buch Le voile levé pour les curieux ou les secrets de la Révolution révéles à l’aide de la franc-Maçonnerie formuliert (übersetzt etwa: Der Schleier gelüftet für die Neugierigen, oder die aufgedeckten Geheimnisse der Revolution über die Hilfe der Freimaurerei). Ihre weite Verbreitung verdankt sie aber zwei anderen Autoren, die kurz danach umfangreiche Werke über die Ursachen der Französischen Revolution verfassten: Der französische ehemalige Jesuit Abbé Barruel und der schottische Gelehrte John Robison versuchten unabhängig voneinander nachzuweisen, dass nicht etwa die andauernde Unterdrückung des Dritten Standes, die Verbreitung der Ideale der Aufklärung, die Missernte des Vorjahres und das schlechte Krisenmanagement König Ludwigs XVI. die Revolution ausgelöst hätten, sondern die Illuminaten. Hierfür führten sie vor allem drei Belege an:

Erstens seien fast alle bedeutenden Führer der Revolutionäre Freimaurer. Die umstandslose Gleichsetzung von Freimaurern und Illuminaten ist aber, wie oben erwähnt, falsch.

Zweitens existierte in Frankreich kurz vor der Revolution tatsächlich eine Freimaurerloge, die sich – ganz ähnlich wie Weishaupts Orden – „Les Illuminés“ nannte, „die Erleuchteten“. Dass diese Gruppe aber sehr klein und wenig einflussreich war, störte ebenso wenig wie die Tatsache, dass die französischen „Illuminés“ eher einer mystischen Richtung anhingen und mit der Radikalaufklärung à la Knigge und Weishaupt nichts im Sinn hatten.

Drittens war bekannt geworden, dass Johann Christoph Bode 1787 nach Paris gereist war. Zweck seines Aufenthalts, der nur vom 24. Juni bis zum 17. August währte, war aber keineswegs die Auslösung der Revolution: Bode war vielmehr zu einem Freimaurerkonvent eingeladen, der aber bei seiner Ankunft schon beendet war.

Der These, hinter der Französischen Revolution stünden die Illuminaten, fehlt jede Grundlage. Dennoch wurden Barruels und Robisons Werke große Erfolge – ihre Verschwörungstheorien haben bis heute ihre Faszination für viele rechtsradikale Publizisten und Gruppierungen nicht verloren. Zu nennen sind hier zum Beispiel Nesta Webster, eine bekannte englische Faschistin und Verschwörungstheoretikerin der zwanziger Jahre, die amerikanische John Birch Society oder der amerikanische christliche Prediger Pat Robertson. Auch die Obsession, mit der antisemitische Verschwörungstheoretiker wie Des Griffin und Jan Udo Holey („Jan van Helsing“) immer neue Spuren des Ordens imaginieren, zeigt den engen Zusammenhang zwischen Rechtsradikalismus und anti-illuminatischer Paranoia.

Diese zählebigen Verschwörungstheorien erhielten unter anderem dadurch Nahrung, dass einige okkultistische oder theosophische Gruppen und Grüppchen versuchten, sich selbst als die angeblich jahrzehntelang im Untergrund verschwundenen Illuminaten zu stilisieren: 1896 gründete zum Beispiel der Historiker Leopold Engel den Weltbund der Illuminaten, der die Nachfolge von Weishaupts Orden beanspruchte. Bereits 1929 wurde dieser eingetragene Verein wieder aus dem Berliner Vereinsregister gelöscht. Auch der 1912 entstandene Ordo Templi Orientis oder die 1978 gegründeten Illuminaten von Thanateros versuchen, sich in eine Traditionslinie zu den bayrischen Illuminaten zu stellen, doch haben sie mit dem aufklärerisch-rationalistischen Orden Weishaupts, Bodes und Knigges nichts zu tun.

Auszug aus Wikipedia

Neuer hoch virulenter Stamm in England

Wie auf b-safe zu entnehmen ist, kämpfen Wissenschaftler nicht nur in Mexiko und den USA gegen neue Viren und Bakterien. Fast schon am Rand der Aufmerksamkeit (durch die Schweine Grippe Influenza) starben kürzlich offenbar 13 Patienten in einem englischen Spital, durch das hoch toxische Ribotyp 027.

Ein neuer Stamm von Clostridium difficile wurde in England im Eastbourne District Hospital in Verbindung mit dem Tod von 13 Patienten in Verbindung gebracht. Zudem sind in diesem Spital weitere 17 Patienten in Behandlung, um den Ausbruch einzudämmen. Dieser neue, hoch virulente Stamm von C. difficile, bekannt unter dem Namen Ribotyp 027, produziert 20 Mal mehr Toxine als andere Stämme und ist assoziiert mit einer hohen Mortalitätsrate sowie mit Resistenzen gegen mehrere Medikamente, welche man bei solchen Infektionen einsetzt. Meistens sind die Opfer gebrechliche, ältere Menschen. Einige der Todesopfer waren nur wegen Knochenbrüchen im Spital und man ging davon aus, dass sie sich wieder vollständig erholen würden. Seit dem Anfang von 2009 hat es im Eastbourne District General Hospital 62 Fälle von C. difficile Infektionen gegeben und die Gesundheitsbehörden helfen nun dem Spital bei der Bekämpfung der Infektionen. Das Bakterium, welches sich im Darm der Patienten festsetzen kann, erzeugt Durchfall und in schweren Fällen eine Darmentzündung. Das Bakterium wird häufig durch Spitalpersonal verbreitet, welches die Hände zwischen verschiedenen Patienten nicht richtig mit Wasser und Seife wäscht. Die Sporen der Bakterien können auf Böden und Türgriffen tagelang überleben. Die neuesten Zahlen der Gesundheitsbehörden zeigen, dass es zwischen Juli und September 2008 7061 Fälle von über 65-jährigen Menschen gegeben hat, welche mit C. difficile infiziert waren. Im 2007 waren es in der gleichen Zeitperiode 10 884 Fälle. [ProMed]

Schweine Grippe 2009: Tagebuch des Virus A/H1N1

25. Apr. 2009: Mexiko, Süden der USA.   Die Menschheit wird von allen Seiten attackiert. Soeben in einer tiefen Wirtschaftskrise gelandet, und der Vogel Grippe entronnen, kommt die nächste Geisel. Das kann eine Pandemie werden, bedenken Experten der Universität Minnesota. Die Schweine Grippe Influenza. Entpuppt sich aber je länger je mehr als normale Grippe.

26. Apr. 2009  Mexiko meldet bisher ca 80 Tote. Die mexikanische Regierung versucht mit drastischen Maßnahmen die tödliche Schweinegrippe unter Kontrolle zu bringen. Soldaten suchten auf Bahnhöfen und Bushaltestellen nach Personen mit Symptomen der Krankheit. Präsident Felipe Calderon ermächtigte per Erlass die Gesundheitsbehörden, Grippekranke zu isolieren und deren Wohnungen zu inspizieren. In den USA gibt es elf bestätigte Fälle von Schweinegrippe. Nach Angaben des zuständigen ärztlichen Direktors der US-Gesundheitsbehörde, Richard Besser, traten sieben in Kalifornien und jeweils zwei Fälle in Texas und Kansas auf. Darüber hinaus gebe es in Texas einen Verdachtsfall. In New York seien es mindestens acht Verdachtsfälle. In Neuseeland dagegen sind zehn Schüler nach einer Mexikoreise möglicherweise an der Schweinegrippe erkrankt. Wie Gesundheitsminister Tony Ryall mitteilte, wurde bei ihnen das Influenzavirus festgestellt. Es handele sich wahrscheinlich um die Schweinegrippe, sagte Ryall. Keiner sei schwer erkrankt.  Frankreich, Israel, Spanien und Schottland meldeten mehrere Verdachtsfälle, Kanada bestätigte erstmals vier Erkrankungen. USA ruft Alarmzustand aus.

27. Apr. 2009 In Mexiko starben bislang 103 Menschen an der Schweinegrippe. Mehr als 1.600 Menschen sind dort erkrankt. Die EU wird langsam nervös: Krisensitzung wird einberufen. Das spanische Aussenministerium (auch Polen, Italien und Venezuela) erliess eine Reisewarnung für Mexiko und USA, nachdem der erste Nachweis über einen an A/H1N1 erkrankten Bürgers erbracht ist. Dieser hatte Mexiko besucht. Die Börsen reagierten vermutlich auf eine mögliche Pandemie negativ, ausser der Pharmawerte. Die Flughäfen und die Swiss bereiten sich ebenfalls auf den Ernstfall vor. Schweizer führen hinter der Kulissen hektisch Gespräche mit WHO. Soll Mexiko-Stadt zum ersten Mal in seiner Geschichte komplett lahmgelegt werden? 17.00 Uhr Genf - Die Zahl der bestätigten Fälle von Schweinegrippe in den USA hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation auf 40 verdoppelt. 18.00 Uhr Erster Fall in der Schweiz (nebst den 5 Verdachtsfällen). Der junge Mann habe über 38 Grad Fieber sowie Erkältungs- beziehungsweise Grippesymptome gehabt. 20.00 Uhr Die Bundesbehörden bereiteten sich unterdessen auf die Auslösung der Pandemiewarnstufe 4 vor. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät zum Kauf von Schutzmasken. Die Pandemie-Stufe 4 ist die dritthöchste. Stufe 5 würde grössere Ausbrüche der Krankheit, Stufe 6 ein weltweiter unkontrollierter Ausbruch bedeuten.

28. Apr. 2009 Pandemiewarnstufe 4  Der stellvertretende WHO-Generaldirektor Keiji Fukuda räumte aber ein, dass eine Eindämmung derzeit kaum möglich sei, da das Virus sich bereits auf mehrere Länder ausgebreitet habe. In den USA stieg die Zahl der bestätigten Erkrankungen auf rund 50. Peinlicher Zwischenfall: Im Wagen eines Intercity-Zuges in der westlichen Schweiz barst am Montagabend ein Behälter mit dem Schweinegrippe-Virus. Laut Polizei handelte es sich aber um eine für den Menschen ungefährliche Variante.


29. Apr. 2009    Verdachtsfälle und Tote

USA            66 (1 totes Kind)

Mexiko        2500 (etwa 9 Tote)

Deutschland 3

Österreich   1

Spanien      2


3. Mai. 2009   In der Schweiz wurde das Virus bislang bei einer Person nachgewiesen. 17 Personen stehen noch unter dem Verdacht, sich angesteckt zu haben, darunter ein Aarauer Stadtrat. Die siebenköpfige Aarauer Stadtregierung steht deshalb unter Quarantäne. 

In Mexiko stieg die Zahl der Personen, die sich nachweislich mit dem neuen Influenza-Virus A/H1N1 infiziert haben, auf 473. Auch die Zahl der Toten, die in den vergangenen zwei Tagen konstant bei 16 geblieben war, ist den Angaben zufolge auf 19 angewachsen. In den USA bestätigte man offiziell zuletzt 141 Fälle von Influenza A (H1N1) beim Menschen.

4. Mai. 2009 WHO erwägt Pandemiewarnstufe 6. Zugleich warnt WHO-Chefin Margaret Chan vor einer heftiger zweiter Schweinegrippe-Welle. Eine Mutation der jährlich auftretenden Grippe mit dem H1N1/A Virus könnte die Menschheit überraschen.

7. Mai. 2009 In den USA ist die Zahl erfasster Fälle auf 642 stark gestiegen. In Mexiko stieg die Zahl der Todesfälle durch die Grippe deutlich. Bei insgesamt 42 Gestorbenen sei das neue H1N1-Virus inzwischen nachgewiesen worden, berichtete Gesundheitsminister Jose Angel Cordova. Bis Dienstag waren in Mexiko 29 Todesfälle gezählt worden.

15. Mai. 2009 Ein australischer Forscher sorgt für Aufsehen: Adrian Gibbs glaubt, der gefährliche Schweinegrippe-Erreger sei «versehentlich» während eines Experiments entstanden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO prüft derzeit den Bericht des Forschers Adrian Gibbs: Darin behauptet der Wissenschaftler, dass das Schweinegrippe-Virus ein durch Menschenhand gemachter Erreger sein könnte.

Aus etlichen anderen Ländern wurden weitere Verdachtsfälle gemeldet, darunter Frankreich, Belgien, die Schweiz und Chile. WHO hebt Pandemie-Warnung auf Stufe 5 an. Die Lage ist etwas verworren,- während Mexiko die Zahl der Opfer drastisch reduziert (von 190 auf 9), erhöht die WHO auf Warnstuffe 5.

1. Mai. 2009 Weltweit wurden auch am Donnerstag neue Erkrankungen gemeldet. Den Angaben der WHO vom Abend zufolge wurden aus 11 Ländern inzwischen offiziell 257 Grippefälle bestätigt, davon 97 in Mexiko und 109 in den USA. In Mexiko wurde die Schweinegrippe nach jüngsten Angaben bei sieben Fällen als Todesursache bestätigt.

11. Jun. 2009 WHO erklärt Schweinegrippe offiziell zur Pandemie - Pandemiephase 6 auch für CH

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Schweinegrippe offiziell zur Pandemie erklärt. Sie habe sich entschieden, den Pandemie-Alarm auf die höchste Stufe sechs anzuheben, erklärte WHO-Direktorin Margaret Chan am Donnerstag in Genf. Es handle sich aber um eine "gemässigte Pandemie", sagte Chan. Die WHO wolle deshalb nicht empfehlen, Grenzen zu schliessen oder alle zum Masken-Tragen aufrufen.

Siehe auch  Eine vor allem amerikanische Hysterie?

USA ist gut vorbereitet. Makaber mutet diese Video auf You Tube an. Seit 2008 wurden offenbar Plastiksärge für Notfälle bereitgestellt! Ist das weise Voraussicht, oder geplanter "worst case"?

Relativ beruhigend ist: In der Schweiz sterben jedes Jahr 1000 Menschen an einer hundsgewöhnlichen Grippe. Wegen diesen Toten breche aber niemand in Panik aus. Das wirft die Frage nach amerikanischer Histery auf.

Eine beunruhigende Tatsache ist,- dieser Virus überlebt auch wärmere Jahreszeiten. Normalerweise gibt es im Sommer wenig bis keine Grippe. Ebenso auffallend,- es kann keine "Brücke" festgestellt werden (vermutlich zwischen Mensch und Tier), welche normalerweise den örtlichen Verlauf aufzeigt. (sagt William Schaffner, MD, president-elect of the National Foundation for Infectious Diseases and chair of preventive medicine and infectious diseases at Vanderbilt University) Mit anderen Worten,- der Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen!

Das Schweine-Grippe-Virus A/H1N1 ist das gleiche wie bei der Spanischen Grippe, die von 1918 bis 1920 weit mehr Menschen tötete als der Erste Weltkrieg. Je nach Schätzung starben 25 Millionen Menschen bis 50 Millionen Menschen daran. Und es gibt noch eine beunruhigende Parallele zu damals: Auch bei der aktuellen Schweinegrippe in Mexiko sind vor allem junge Menschen betroffen. Einige Forscher vermuten, dass 1918 eine Überreaktion des in jungen Jahren sehr aktiven Immunsystems das Lungengewebe der Patienten zerstört.

Wissenschaftler sind beunruhigt, weil sich das Virus bereits im ganzen Land (Mexiko) und bis in den Süden der USA ausgebreitet hat. Vier Fälle gab es in der zentral gelegenen Stadt San Luis Potosi, zwei nahe der US-Grenze in Baja California und ein Fall im südmexikanischen Staat Oaxaca. Der Pandemie-Experte Michael Osterholm von der Universität Minnesota sagte, möglicherweise sei es bereits zu spät, den Ausbruch einzudämmen. In Mexiko-Stadt gebe es täglich hunderte und tausende von Reisenden. Es sei zu vermuten, dass es bereits zahlreiche weitere Infektionen gebe, die bisher noch nicht bekannt seien.

Zudem sind nicht wie bei einer normalen Grippe in erster Linie schwache und ältere Menschen betroffen, sondern junge und gesunde Menschen. Die bislang schlimmste Grippe-Pandemie 1918 bis 1919 befiel zuerst auch junge und kräftige Menschen. Damals kamen Schätzungen zufolge weltweit 40 Millionen Menschen ums Leben. Die WHO wollte am Wochenende ein Expertengremium versammeln, um über eine formelle Warnung vor einer Pandemie oder über Reisewarnungen zu entscheiden. 

Symptome wie bei einer normalen Grippe   Die Symptome der neuartigen Krankheit ähneln der einer gewöhnlichen Grippe – Fieber, Husten und Halsweh. Einige der in den USA infizierten Menschen, wo es bis Samstag noch keinen Todesfall gab, klagten jedoch auch über Spuckreiz und Durchfall. Der Erreger weist genetische Merkmale des Schweins, von Vögeln und auch des Menschen auf – in einer Art, wie es die Forscher bislang noch nicht beobachtet haben. Einen Impfstoff gibt es nicht, die US-Behörde CDC geht jedoch nach ersten Tests davon aus, dass die Grippemedikamente Tamiflu und Relenza bei frühzeitiger Einnahme helfen könnten. Tamiflu-Hersteller Roche erklärte, es könnten binnen kürzester Zeit große Mengen nachgeliefert werden. Gesundheitsminister José Angel Cordova erklärte, es sei genug Tamiflu für eine Million Menschen vorhanden – ein Zwanzigstel der Bevölkerung der Hauptstadt.

Ist H1N1 resistent gegen Tamiflu?   Berlin - Punktmutationen haben offenbar dazu geführt, dass der Neuraminidase-Hemmer Oseltamivir (Tamiflu) in diesem Jahr kaum noch gegen H1N1-Viren, einem der Auslöser der Grippe, wirkt. Wie Forscher der Centers for Disease Control and Prevention im amerikanischen Ärzteblatt berichten, waren 264 von 268 Stichproben der derzeit in den USA zirkulierenden Influenza-A-Viren gegen Oseltamivir resistent. In der letzten Saison hatte der Anteil noch bei 12 Prozent gelegen; zuvor waren Resistenzen nur in Einzelfällen beobachtet worden. Auch in Europa liegt die Resistenzquote mittlerweile bei nahezu 100 Prozent.

Die Forscher gehen nicht davon aus, dass der Einsatz des Grippemittels zur Resistenzentwicklung beigetragen hat. Vermutet werden vielmehr Punktmutationen des Enzyms Neuraminidase, an dem Oseltamivir normalerweise angreift. Da die untersuchten Viren keine erniedrigte Aktivität zeigten, vermuten die Forscher weitere Mutationen, die eine eventuelle Funktionsstörung ausgleichen. Norwegische Forscher gehen sogar davon aus, dass die resistenten Stämme virulenter sein könnten als Viren ohne Mutationen. In dem skandinavischen Land war bereits in der vergangenen Saison ein dramatischer Anstieg der Resistenzen beobachtet worden, von 5 auf 67 Prozent. Dabei war es unerheblich, ob Patienten in der Vergangenheit bereits mit Oseltamivir behandelt worden waren oder nicht.

Laut WHO war Norwegen 2007/2008 das Land mit der höchsten Resistenzquote in Europa, gefolgt von Belgien (53 Prozent), Frankreich (47 Prozent) und Russland (45 Prozent). In Deutschland waren nur 66 von 505 Proben resistent gewesen, entsprechend 13 Prozent.

In dieser Saison liegt auch in Europa die Resistenzquote bei nahezu 100 Prozent. In Deutschland waren nach aktuellen Zahlen 68 von 69 Proben unempfindlich gegen Tamiflu. Allerdings spielen laut Robert-Koch-Institut in diesem Jahr in Europa, anders als 2007/2008, H1N1-Viren mit einem Anteil von weniger als 10 Prozent eine untergeordnete Rolle. Vielmehr dominieren H3N2-Viren, die zwar nicht mehr auf den Uncoating-Hemmer Amantadin reagieren, aber nach wie vor empfindlich gegen Oseltamivir sind. Infektionen mit Influenza-B-Viren, die derzeit ebenfalls verstärkt gemeldet werden, lassen sich ebenfalls mit Oseltamivir behandeln; Amantadin ist allerdings nicht anwendbar. Für den zweiten Neuraminidase-Hemmer Zanamivir (Relenza ) sind bislang überhaupt keine Resistenzen gemeldet worden.

Kritischer ist die Situation in Nordamerika, wo der H1N1-Subtyp neben Influenza-B-Stämmen aktuell wichtigster Auslöser für Grippeerkrankungen ist. Die US-Behörden raten derzeit, Oseltamivir bei H1N1-Infektionen ohne Wirksamkeitsnachweis vorerst gar nicht mehr oder nur noch in Kombination mit Amantadin anzuwenden. Welcher Virustyp in der nächsten Saison in Europa eine Rolle spielt, lässt sich derzeit nicht vorhersagen. Die Wissenschaftler hoffen, dass sich die Risikogruppen rechtzeitig für die Saison 2009/2010 impfen lassen. Auf diese Weise lassen sich Probleme bei der Behandlung weitgehend ausschließen. Von Patrick Hollstein, Mittwoch, 11. März 2009

23. Apr.2009  Neues tödliches Bakterium killt in Englischem Spital

Erhalten Sie nähere Informationen beim Bundesamt für Gesundheit.ch (zur Zeit liegen allerdings keine Infos über die Schweinegrippe vor)

(H1N1 = swine flu = Schweinegripppe) siehe auch Vikipedia Schweinegrippe

Das Wetter morgen

Neuste Prognose: «Jahrhundertfluten» in Serie. 2007 befürchteten die Klimaforscher einen Anstieg des Meeresspiegels von bis zu 59 Zentimeter. Nach jüngsten Studien wird aber ein Anstieg um mindestens einen Meter bis zum Jahr 2100 erwartet.  Ob da die Permafrost Schmelzung, und infolge, die massive Methangas Freiwerdung schon berücksichtigt ist? Und die durch vermehrte Abschmelzung verursachte grössere  Absorbtions-Oberfläche für die Sonneneinstrahlung? Wenigstens kann man das doch hoffen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer plötzlichen Pol Kippung durch die enorme Gewichtsverlagerung der Eiskappen, und der Zunahme der Masse Wasser in anderen Teilen der Erde. Der magnetische Nordpol wandert ja auch schon seit Ewigkeiten. Unlängst lagen unsere Breitengrade ja schon einmal im tropischen Bereich. So ganz aussergewönlich wäre das also nicht. Nicht zu vergessen,- die Ausdehnung der Wassermassen durch die Erwärmung. Doch hören wir weiter ....

Mit dieser alarmierenden Ankündigung begann am Dienstag ein Kongress zur Vorbereitung der UNO-Klimakonferenz Ende 2009 in Kopenhagen.

Bei der Eröffnung des Treffens mit 2000 Wissenschaftlern aus etwa 80 Ländern sagte der deutsche Ozeanograph Stefan Rahmstorf, er erwarte nun eine Beschleunigung beim Anstieg des Meeresspiegels als Folge der stetigen Erwärmung unseres Planeten. Bisher hatte der IPCC einen gleichmässigen Anstieg angenommen.


«Jahrhundertfluten» in Serie

Als wichtigsten Grund für die drastische Anhebung bisheriger Schätzungen nannte der Australier John Church das Vorliegen neuer Satelliten- und Bodenbeobachtungen. Sollte der Meeresspiegel sich innert 90 Jahren tatsächlich um einen Meter heben, würde dies die Wohngebiete von zehn Prozent der Erdbevölkerung «hart treffen».

Church meinte, bei einem Eintreffen dieses Szenarios wären bisher als «Jahrhundertflut» eingestufte Überschwemmungskatastrophen mehrmals pro Jahr zu befürchten.

Er sagte weiter: «Wenn wir nicht umgehend und massiv Schritte zur Begrenzung der Probleme ergreifen, könnte das Klima im 21. Jahrhundert eine Grenze überschreiten, nach der die Welt auch Erhöhungen des Meeresspiegels um mehrere Meter ausgesetzt werden kann.»


Grundlagen für Dezember

Bei dem Treffen wollen die weltweit führenden Klima- Wissenschaftler den aktuellen Forschungsstand austauschen. Aus den Ergebnissen soll bis Juni ein 30 Seiten umfassendes Grundlagenpapier für die UNO-Klimakonferenz zusammengestellt wird.

Sie findet vom 7. bis 18. Dezember ebenfalls in Dänemarks Hauptstadt statt. Dabei soll als Nachfolger des Kyoto-Protokolles ein weltweites neues Abkommen zur Verringerung der Treibhausgase beschlossen werden, die als wesentliche Ursache der Klimaerwärmung gelten.

Zu den Teilnehmern des dreitägigen Treffens gehören der IPCC- Vorsitzende Rajendra Pachauri und Professor Nicholas Stern, der 2006 mit einer Studie über die Kosten des Klimawandels für Aufsehen sorgte. Ausserdem nehmen der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen und der dänische Kronprinz Frederik teil.

Quelle: SDA/ATS

Ur-Ahnen unter der Lupe

Wenn Wissenschaftler in alten Fäkalien wühlen, ist das nicht unbedingt ein Nachholbedarf aus einer übersprungenen Pubertätsphase. Vielmehr interessiert eine alte Frage. 

Was unterscheidet die Menschen von den Affen?  Oder,- was die Menschen untereinander? Fast nichts, sagt uns der folgende Bericht (Quelle unbekannt). Er wirft auch die Frage auf, warum sich die einzelnen Volksgruppen gegeneinander abheben möchten? Vielleicht findet der Herr Poinar die Antwort ja, in den getrockneten Fäkalien unserer Urahnen.


Was haben sie gegessen?

Ihre Kost war abwechslungsreich, wenngleich ungewöhnlich für heutige Mägen. Zweierlei Fleisch in einem einzigen Essen genossen die Indianer der Vorzeit - Kaninchen und Gabelhornantilopen. Acht verschiedene Sorten Getreide waren Beilage. Als Gemüse galten Agaven und Yuccapalmen als besondere Delikatessen, die gekochten Blätter wurden gelutscht wie Artischocken. Zum Dessert reichte man Kakteenfrüchte und Kautabak, das förderte die Verdauung.

All dieses Wissen hat Hendrik Poinar aus kleinen braunen Häufchen erschlossen, die Archäologen aus Höhlen in Texas geborgen hatten. 3000 Jahre hatten die Hinterlassenschaften der Ureinwohner Amerikas hier überdauert: Von der Luft getrocknet, von der Kühle des Erdreichs so perfekt konserviert, dass Poinar in den Exkrementen Samen und Fasern finden konnte. Als der Molekularbiologe vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie im vergangenen Winter diese Überreste analysierte, stiess er auf Moleküle der Erbsubstanz - uralte Gene von Pflanzen und Tieren, die einmal Speise waren.

Dann entdeckte Poinar noch mehr: Gene von Menschen. Hatte er wirklich das Erbgut längst untergegangener Völker vor sich? Er bestimmte das Alter des Genmaterials: zweifelsfrei mehrere tausend Jahre. Die Damaligen mussten winzige Mengen ihres Darmgewebes ausgeschieden haben. Der Forscher verglich die Erbsubstanz mit der von heutigen Ureinwohnern Amerikas. Bestimmte Sequenzen stimmten überein. Nun wusste Poinar: Ähnliche Stämme hatten schon vor 3000 Jahren in Texas gelebt.

Doch das war erst der Anfang. Inzwischen hat Poinar ein ganzes Exkrementenarchiv angelegt. 500 bis 11 000 Jahre alt sind die Hinterlassenschaften, die er aus allen Teilen Amerikas zusammengetragen hat, um daraus Gene zu isolieren. Mit ihrer Hilfe will er herausfinden, wie der Kontinent besiedelt wurde, wie Ernährung und Lebenswandel sich änderten, als Jägerstämme sich niederliessen und Bauern wurden. Poinar will in den Genen lesen wie in einem Geschichtsbuch.

Bisher mussten sich Vorgeschichtler bei ihren Untersuchungen auf die Funde von Speerspitzen, Scherben und Knochen verlassen. Befriedigend war das Bild nie, das daraus entstand. Fossilien und Reste früher Werkzeuge sind rar, und oft sagen sie wenig. Und selbst wenn es gelingt, Schädelknochen von Menschen der Vorzeit auf Zehntelmillimeter genau zu vermessen, so wird daraus meist doch nicht klar, was eigentlich interessiert: welche Stämme von welchen abstammten, welche frühen Kulturen einfach verschwanden.

Svante Pääbo, ein hochgewachsener Schwede, der, stets in Sandalen und im karierten Flanellhemd, aussieht wie ein ewiger Student, ist einer der Direktoren des Leipziger Max-Planck-Instituts und damit der Chef des Kotforschers Poinar. Fest zwei Dutzend Doktoranden und Postdoktoranden lässt er so ziemlich jede genetische Spur in die Vorzeit verfolgen. Seiner Wissenschaft hat sich Pääbo in einer grossen Kurve genähert: Schon als Knabe vom Altertum fasziniert, schrieb er sich in Uppsala für Ägyptologie ein, wechselte dann aber enttäuscht zur Medizin. 

Während der Doktorarbeit jedoch entflammte die alte Begeisterung wieder. Obwohl dies mit seinem Promotionsthema gar nichts zu tun hatte, besorgte sich der junge Forscher in Berlin ein paar Gramm Gewebe aus einer ägyptischen Mumie, isolierte daraus das Erbmolekül DNA und begann es nachts im Labor zu klonieren. 29 Jahre alt war Pääbo, als er mit dieser Arbeit 1984 weltweit Aufsehen erregte. Bald darauf gewann er Erbgut aus dem Kot von ausgestorbenen Riesenfaultieren und aus den Knochen des Neandertalers. «Das Erbgut im Kern jeder Zelle liefert Beweise, die die Fossilien oft schuldig bleiben», sagt Pääbo. «Darum ist die Genetik zu einem der wichtigsten Werkzeuge bei der Erforschung der Herkunft des Menschen geworden.»

Bei ihrer Suche nach Zeugnissen der Vorzeit stehen den Gen-Paläontologen zwei verschiedene Wege offen: Zum einen versuchen sie, die Gene der Urahnen aus alten Knochen, Mumien oder, wie Poinar, aus Exkrementen zu bergen. Dieses Erbgut aus der Vergangenheit vergleichen sie mit den Genen heutiger Menschen. Weil jede Generation ihr Erbmaterial an die nächste weitergibt, lässt sich daraus ablesen, wer wessen Vorfahren waren.

Die andere Strategie ist, Proben aus der Vergangenheit ganz ausser Acht zu lassen und nur die Gene heute Lebender einander gegenüberzustellen. Das zeigt Verwandtschaften auf: Wer gemeinsame Vorfahren hatte, hat auch ein ähnliches Erbgut. Und weil im Genom eine Art Uhr tickt, lässt sich sogar errechnen, wann diese gemeinsamen Vorfahren gelebt haben. Im Lauf der Zeit nämlich kommt es zu Mutationen, zu zufälligen Veränderungen im Erbmaterial. Vergleicht man das Erbgut einer Mutter oder eines Vaters mit dem ihrer Kinder, werden sich nur sehr wenige solcher Mutationen finden. Je mehr Generationen aber zurückliegen, desto mehr Mutationen sammeln sich an, desto stärker unterscheidet sich das Erbmaterial der Nachfahren voneinander. So spiegeln sich in der DNA im Kern jeder Zelle Stammbäume über Zehntausende von Jahren.

Das Leipziger Institut war auch dabei, als die Gen-Paläontologen daran gingen, das Erbgut von Menschen aus der ganzen Welt miteinander zu vergleichen - eine Untersuchung von politischer Sprengkraft, denn Rassisten aller Couleur berufen sich auf das angeblich weit überlegene Erbmaterial ihres Menschenschlags.

Überhaupt werfen die Genstudien viele Vorstellungen davon, was ein Volk ist, über den Haufen. So durchleuchtete eine im vergangenen Juni veröffentlichte Analyse das Erbgut von Israeli und Arabern - und stellte klar, dass es zwischen diesen verfeindeten Gruppen genetisch nicht den mindesten Unterschied gibt. Beide stammen von denselben Vorvätern ab, die vor gut 4000 Jahren im Nahen Osten lebten.

Selbst dort, wo sich genetische Abweichungen zwischen Völkern ausmachen lassen, sagt dies nichts aus über einzelne Menschen. Denn die statistischen Gen-Unterschiede zwischen zwei Völkern sind viel kleiner als die zwischen den Menschen innerhalb eines Volkes. Mit dem Erbgut des Homo sapiens verhält es sich ungefähr so wie mit Blumen auf zwei benachbarten Wiesen: Auf der einen Wiese mag durchaus etwas mehr Löwenzahn stehen als auf der anderen - ein solcher Unterschied lässt sich durch Zählen erfassen. Trotzdem ähnelt eine Löwenzahnblüte einer Artgenossin auf der anderen Wiese ungleich mehr als der Dotterblume, die gleich neben ihr steht. Mit Individuen und Völkern ist es genauso: Unter den Zürchern mögen bestimmte Gene häufiger auftreten als unter den Buschmännern Australiens - die Erbfaktoren für eine Blutgruppe zum Beispiel. Aber weil in beiden Völkern die Gene so bunt durchmischt sind wie die Gewächse auf einer Wiese, findet sich für jeden Zürcher ein Aborigine, der ihm genetisch näher steht als sein Zürcher Nachbar.

Statistisch gesehen sind die Variationen im Erbgut innerhalb eines Volkes fast zehnmal grösser als die Gen-Abweichungen zwischen Völkern auf verschiedenen Kontinenten. Und vergleicht man den Homo sapiens mit dem Schimpansen, so zeigt sich erst recht, wie eng verwandt alle Menschen sind: In einer Gruppe von 55 westafrikanischen Schimpansen fand man eine grössere genetische Vielfalt als unter den sechs Milliarden Menschen. «Wir alle sind sozusagen Brüder und Schwestern», sagt Pääbo. «Es gibt keine Menschenrassen.»

Der Grund dafür liegt in der Vergangenheit: Die ganze Erdbevölkerung geht auf eine winzige Gruppe von ein paar tausend Männern und Frauen zurück, die bis vor knapp 100 000 Jahren in Afrika lebten. Nachdem ein paar Mitglieder dieser Sippe den Schwarzen Kontinent verlassen hatten, eroberten ihre Nachkommen den ganzen Planeten - wenige hundert Generationen später waren diese ersten Vertreter des heutigen Homo sapiens nach Australien vorgedrungen, nach Feuerland und bis auf die entlegensten Inseln der Südsee. Was sich bis heute an Vielfalt im Erbgut eines jeden Volkes spiegelt, gab es lange bevor Menschen sich Schweizer, Franzosen oder Mohikaner nannten: Es sind die verschiedenen Gene jenes afrikanischen Clans, dem alle entstammen. Die Mutationen, die später dazukamen, wie etwa jene für schwarze oder weisse Haut, sind vergleichsweise unbedeutend.

Diese neue Vorstellung, wie der moderne Mensch sich die Erde untertan machte, widerspricht den gewohnten Theorien von der Herkunft unserer Art radikal. Noch bis vor kurzem hatten die Paläontologen vermutet, moderne Menschen hätten sich unabhängig voneinander auf den einzelnen Kontinenten aus verschiedenen Vorläufern wie dem Neandertaler entwickelt -daher das unterschiedliche Aussehen der Völker. Doch die Genomvergleiche beweisen, dass es so nicht gewesen sein kann: Weil das Erbgut aller Erdbewohner sehr ähnlich ist, kann der Stammbaum der Menschheit nur eine Wurzel haben. Hätten sich Australier und Europäer zum Beispiel aus verschiedenen Ahnenreihen entwickelt, die Gen-Unterschiede zwischen ihnen wären viel grösser.

Auch legt die grosse Ähnlichkeit allen Erbguts nahe, dass die Menschheit auf eine sehr kleine Gruppe von Urahnen zurückgeht. Weil der Clan, dem alle entstammen, so winzig war, gab es über lange Zeit nur wenige Männer und Frauen, die sich paaren konnten. Dadurch wurden ihre Gene immer wieder vermischt, was das Erbgut vereinheitlichte. Auch dass diese Ahnen vor knapp 100 000 Jahren ihr Stammland verliessen, lässt sich aus den Abweichungen im Erbgut errechnen. Solange Menschen eng zusammenleben und ihre Gene oft austauschen, bleibt ihr Erbgut sehr einheitlich. Wenn aber ihre Wege sich trennen, nimmt die Zahl der Gen-Unterschiede zwischen den getrennt lebenden Gruppen allmählich zu: Immer mehr zufällige Mutationen werden innerhalb dieser Gruppen von Generation zu Generation weitergegeben, aber nicht mehr ausgetauscht.

Die Wanderung der ersten modernen Menschen schliesslich kann nur in Afrika begonnen haben, denn dort haben die Genetiker einen weit grösseren Reichtum menschlichen Erbguts entdeckt als überall sonst. Alle Spielarten der menschlichen Gene, die es überhaupt gibt, finden sich auch in Afrika, viele davon aber nur dort. Deswegen kann der Stammbaum des Homo sapiens nur auf dem Schwarzen Kontinent wurzeln. «Wir sind Afrikaner im Exil», sagt Pääbo.

Wenn alle Völker eines Ursprungs sind - woher rührt es dann, dass sie so verschieden aussehen?  Wie kamen die Araber zu ihren gekräuselten Haaren, warum sind Engländer meist käsebleich? Auch dafür hat die evolutionäre Anthropologie eine Erklärung: Einzig Anpassungen an die Umwelt gaben den Ausschlag. In der Hitze sind Lockenköpfe nützlich, weil auf ihnen der Schweiss besser verdunstet. In Afrika hätten hellhäutige Exemplare der Gattung Homo sapiens keine Chance gehabt, weil sie zu anfällig für Hautkrebs gewesen wären. In Europa hingegen vermehrten sich solche Menschen mehr als andere und verdrängten die dunkleren Typen - weisser Teint lässt das Sonnenlicht tiefer in die Haut dringen und scheint dadurch der Bildung von Vitamin D nachzuhelfen, einem Schutz gegen Rachitis. Luigi Luca Cavalli-Sforza, der, aus Italien kommend, im kalifornischen Stanford die Gen-Paläontologie begründete und heute als der grosse alte Mann dieser Wissenschaft gilt, hat sich auch über die Gesichtsform der Asiaten Gedanken gemacht: «Im mongolischen Klima setzten sich Menschen mit Schlitzaugen und flachen Nasen durch, weil diese besseren Schutz gegen Wind und Kälte bieten.»

Zu beweisen sind derlei Spekulationen kaum - fest jedoch steht, dass sich die Menschen auf den verschiedenen Erdteilen fast nur durch ihre Gene für äussere Eigenschaften unterscheiden: Was sie voneinander abhebt, ist gewissermassen der Zuckerguss auf der sonst immer gleichen Torte. Das Innenleben des Körpers hingegen ist bei allen Völkern der Welt so gut wie identisch. Denn seit dem Auszug aus Afrika bot sich in der Evolution kaum Grund, daran etwas zu ändern.

Es gibt Ausnahmen, aber diese bestätigen nur die Regel. Bei vielen Schwarzhäutigen, deren Vorfahren aus Westafrika stammen, ist ein bestimmtes Gen verändert, wodurch sie für die Blutkrankheit Sichelzellenanämie anfällig sind. Europäer oder Asiaten hingegen haben diese Mutation nicht. Aber nur scheinbar sind die hellhäutigen Menschen hierin im Vorteil, denn diese Genveränderung macht gegen Malaria immun. Weil Westafrika bis heute ein Herd dieser Seuche ist, konnten sich diese Mutationen dort halten; unter schwarzen Amerikanern hingegen finden sie sich inzwischen weit seltener.

An solchen Merkmalen im Erbgut lässt sich die Herkunft von Völkern rekonstruieren. Mitunter bestätigen die Genanalysen phantastisch klingende Mythen - wie die Erzählungen der südafrikanischen Lemba, die behaupten, dieser schwarzhäutige Stamm sei jüdischen Ursprungs. Tatsächlich fanden Wissenschafter bei mehr als der Hälfte der Lemba-Männer Gensequenzen, die es in Südafrika nirgends sonst, bei Juden aber oft gibt: Möglicherweise hatten sich vor langer Zeit Einwanderer aus Israel, Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt, mit Afrikanern vermischt.

Auch konnte der Stanford-Professor Cavalli-Sforza anhand der Häufigkeit bestimmter Gene nachweisen, auf welch grausame Weise sich der Ackerbau über Europa ausbreitete: Anders als gedacht, hatten die in der Steinzeit höher entwickelten Mittelmeerkulturen keineswegs die Kunst der Landwirtschaft an die Völker des Nordens weitergegeben, sondern sie hatten diese von ihren Territorien verjagt. Denn die Genverteilung ändert sich von Süden nach Norden in einer Weise, die exakt dem Alter der frühesten Saatgutfunde in den verschiedenen Gegenden entspricht. Offenbar also wanderten in der Steinzeit Bauern aus den wärmeren Ländern über die Alpen und drängten die älteren, jagenden Stämme in immer kältere Gegenden zurück. Nach ein paar tausend Jahren blieben den Jägern nur noch die unfruchtbaren Zonen nördlich des Polarkreises.

Bryan Sykes heisst ein Genetikprofessor in Oxford, der auf solche Erkenntnisse nun grosse Hoffnungen setzt. Die Wanderungen im frühen Europa könnten ihm zu fabelhaftem Reichtum verhelfen, glaubt er. Sykes hat eine Firma namens Oxfordancestors gegründet, die verspricht, jeden europäischstämmigen Menschen der Welt über seine Herkunft aufzuklären. 100 englische Pfund, zahlbar per Check, kostet eine individuelle Abstammungsanalyse. Der Mensch auf der Suche nach seinen prähistorischen Wurzeln muss einen Abstrich seiner Mundschleimhaut einsenden. Daraus isoliert das Unternehmen die mitochondriale DNA (mtDNA), Erbgut im Zellplasma, das ausschliesslich von den Müttern an ihre Kinder vererbt wird. Diese Erbinformation lässt Sykes mit Gensequenzen vergleichen, die er gespeichert hat. Der Forscher beruft sich auf umfangreiche Vorstudien, die er mit dem Erbgut von Goldhamstern aus Käfigen aus aller Welt angestellt habe. Danach sei die mtDNA mehrerer tausend Menschen analysiert worden.

In diesen Erbmolekülen will der Oxford-Professor sieben Grundmuster erkannt haben: die Gene der Urmütter Europas. «Die sieben Töchter Evas» hat er diese sagenhaften Frauen genannt und ihnen Namen, Aussehen und Lebensgeschichte angedichtet: Ursula zum Beispiel, die früheste unter ihnen, soll vor 45 000 Jahren in Nordgriechenland geboren haben. Tara, von deren Sippe Sykes selbst abstammen will, lebte angeblich vor 17 000 Jahren in Mitteleuropa: «Sie war eine eindrucksvolle Person mit mittelbraunem Haar, olivfarbenem Teint und wasserblauen Augen.»

Die Londoner «Times» feierte den Professor als den «Entdecker unser aller Ahninnen»; die akademischen Kollegen hingegen sind entsetzt von seiner Geschäftsidee. «Eine Peinlichkeit für die Universität Oxford», schimpft Pääbo. «Die Analysen haben ungefähr so viel Aussagekraft wie Astrologie.» Wie Sykes doch eigentlich wissen müsse, seien auch in Europa die Gene so stark durchmischt, dass sich kein Mensch eindeutig einem Clan zuordnen liesse - nur statistische Aussagen über grosse Volksgruppen liessen sich machen. Und selbst wenn eine solche Einordnung gelänge: Was nützte sie schon? «Die Kultur», sagt Pääbo, «prägt einen Menschen ungleich mehr als seine Gene.»

Trotz diesem Streit sind sich die Gen-Paläontologen immerhin einig über den sexuellen Umgang der frühesten Frauen Europas - und damit dürfte auch die Frage geklärt sein, ob in den Adern der heutigen Einwohner dieses Kontinents noch Neandertalerblut fliesst. Als nämlich der Homo sapiens sapiens, der erste Mensch modernen Typs, aus dem Nahen Osten kommend, Europa betrat, siedelte er sich neben älteren Spielarten der Gattung Mensch an, die wie der Neandertaler schon länger da waren. Über dreissig Jahrtausende lebten Neandertaler und die moderne Form des Menschen in Nachbarschaft. Dann aber verschwand der Neandertaler plötzlich: Ausgerottet von überlegenen Stämmen? Oder hatten sich die beiden Gruppen so weit vermischt, dass die Europäer alle ein Stück weit Neandertaler wurden?

Lange hatten sich Paläontologen über diese Fragen entzweit. Um das Rätsel zu klären, liess Pääbo vor drei Jahren einen Oberarmknochen aufsägen, den Paläontologen im letzten Jahrhundert im deutschen Neandertal ausgegraben hatten. Aus dem etwa 100 000 Jahre alten Fragment gewann er die mtDNA, das Erbgut der weiblichen Linie. Diese mtDNA des Neandertalers verglich er mit jener von lebenden Menschen: Die Unterschiede waren enorm. «Nichts vom Erbgut des Neandertalers findet sich in der mtDNA der heutigen Menschen», sagt Pääbo. «Unsere Untersuchung deutet darauf hin, dass der Neandertaler ausstarb. Unsere Vorfahren haben ihn entweder ausgerottet oder verdrängt.»

Fossilienforscher warfen Pääbo vor, er habe mit der mtDNA nur Erbmaterial untersucht, das die Mütter an ihre Kinder weitergeben. Deswegen hätten sich die ersten Europäer beider Art doch vermischt haben können - hätten sich nämlich nur Neandertaler-Männer mit Frauen des Typus Homo sapiens sapiens gepaart, so wäre nur deren mtDNA weitervererbt worden. Aber diese Argumentation führt sich selbst ad absurdum. Wenn nämlich umgekehrt Homo-sapiens-sapiens-Männer auch nur ein paar Neandertalerinnen geschwängert hätten, so wäre deren mtDNA doch in Umlauf gelangt. Und es ist wenig wahrscheinlich, dass, wenn es zum Sex zwischen den verschiedenen Früheuropäern gekommen wäre, er nur in einer Richtung stattgefunden hätte.

Dabei dürften es nur einige wenige Gene gewesen sein, die den Menschen moderner Bauart vom Neandertaler unterschieden, denn mehr als 98 Prozent seiner Erbmasse hat der Homo sapiens schon mit dem Schimpansen gemein, seinem heute biologisch nächsten Verwandten. Nur einigen wenigen Abweichungen in seinem Erbgut hat der Mensch es zu danken, dass er kein Fell und keine Greifer an den Füssen hat, dass er doppelt so lange lebt wie ein Schimpanse - und dass er die Affen in Käfige sperrt, nicht sie ihn.

Welche Gene aber machen den Menschen zum Menschen? Bisher ist nur ein molekularbiologischer Unterschied zwischen Menschen und Affen bekannt. Im vergangenen September entdeckten kalifornische Forscher, dass Schimpansen ein bestimmtes Molekül namens Sialinsäure auf der Oberfläche aller Körperzellen tragen, Menschen hingegen nicht. Vermutlich dank dieser Substanz sind Schimpansen besser als Menschen vor Cholera und Malaria geschützt.

Nun will Pääbos Leipziger Institut, zusammen mit anderen Labors weltweit, das Schimpansen-Genom absuchen, um weitere Gendifferenzen zum Menschen zu finden - ein Unternehmen, das Pääbo «Hochrisikoforschung» für seine Geldgeber nennt. Denn möglicherweise sind die entscheidenden Mutationen so wenige, dass sie sich kaum werden aufspüren lassen. Viele Forscher vermuten, nur ein paar Erbfaktoren für die Steuerung des Wachstums im Mutterleib und in der Kindheit könnten den Affen in einen Menschen verwandeln. So haben Homo sapiens und Schimpanse wahrscheinlich ein gleiches Programm für die Entwicklung des Nervensystems, das aber beim Heranreifen des menschlichen Fötus länger wirksam bleibt und daher ein leistungsfähigeres Gehirn heranreifen lässt. Auch dürfte der Mensch nach wie vor die Gene für ein Körperfell in sich tragen; allerdings werden diese bei ihm nicht mehr aktiviert.

Darum sind die Verheissungen des internationalen Chimp Genome Project gross: Gelänge es, diese genetischen Zusammenhänge zwischen Affe und Mensch aufzudecken, sehen die Optimisten unter den Forschern schon das Tor zu einer neuen Medizin aufgehen. Immunmedikamente, versprechen sie, dürften dann die Transplantation von Organen von Schimpansen auf Menschen relativ problemlos machen; wirkungsvolle Mittel gegen Glatzen zum Beispiel werden ebenso in Aussicht gestellt wie Pillen, die Denkvermögen und Gedächtnisleistung verbessern. Ob solche Erwartungen je erfüllt werden, ist ungewiss.

Auf jeden Fall tun die Entschlüssler des Schimpansen-Genoms gut daran, sich zu beeilen. Denn das Geschöpf, das dem Menschen genetisch so nahe steht wie kein anderes, ist vom Aussterben bedroht - gejagt, aus den immer weiter gerodeten Urwäldern verdrängt. Wieder einmal ist der Homo sapiens sapiens dabei, seinen engsten Verwandten den Platz auf der Erde streitig zu machen. Zum letzten Mal hatte er das vor 30 000 Jahren getan. Damals war, die Genanalysen belegen es, der Neandertaler das Opfer.

Stefan Klein ist Wissenschaftsjournalist in Hamburg. Sein Buch «Die Tagebücher der Schöpfung - vom Urknall zum ge-klonten Menschen» ist 2000 bei dtv erschienen.

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